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Turnen

Rauschendes Karriereende von Fabian Hambüchen

Ludwigsburg Es war ein würdiger Rahmen, den sich Fabian Hambüchen für seinen Abschied ausgesucht hatte. Vor ausverkaufter Arena und unzähligen Kamerateams turnte der 30-Jährige noch einmal drei Übungen für die KTV Obere Lahn und ließ sich feiern.

Rauschendes Karriereende von Fabian Hambüchen

Fabian Hambüchen turnte am Samstag seinen letzten Wettkampf. Foto: dpa

Aber kaum war die Sport-Karriere von Fabian Hambüchen mit einem rauschenden Turn-Fest beim Bundesliga-Finale zu Ende gegangen, da gab es schon wieder Rätselraten über ein Comeback des Olympiasiegers. Sogar Bundestrainer Andreas Hirsch wollte, wenngleich mit einem breiten Grinsen im Gesicht, am Samstag in Ludwigsburg die Endgültigkeit der Entscheidung nicht sofort unterschreiben. „Ich werde als verantwortlicher Trainer nie jemandem die Sportart verbieten“, sagte er. Sollte Deutschlands Vorzeigeturner tatsächlich eine Rückkehr zur Weltmeisterschaft 2019 in Stuttgart in Erwägung ziehen, Hirsch würde ihn nicht abhalten: „Ich will das Spektrum weder in die eine noch in die andere Richtung zu machen.“

Auch die Turnkollegen glauben nicht so richtig an ein endgültiges Karriere-Ende. Wenn Meister KTV Straubenhardt am 3. März in der Bundesliga der Auftaktgegner von Hambüchens Club KTV Obere Lahn ist, dann erwartet der eine oder andere den Ex-Weltmeister wieder am Reck. „In der Kabine haben wir schon spekuliert, ob das das Datum für das Comeback von Fabian Hambüchen ist“, sagte Hambüchens Nationalmannschaftskollege Andreas Bretschneider mit bierernstem Gesichtsausdruck. „Diesem Braten ist in der Bundesliga nicht ganz zu trauen.“

„Ich kann ja nicht die Leute verarschen“

Auch bei Hambüchen selbst scheint in turnerischen Fragen das einzig Berechenbare die Unberechenbarkeit zu sein. „Mit der Bekanntgabe meines Rücktritts zwinge ich mich schon ein bisschen. Ich kann ja nicht die Leute verarschen und sagen, ich fange übermorgen wieder an mit dem Training an und starte mein Comeback. Das macht ja gar keinen Sinn“, sagt der Turn-Star. „Wer weiß, was in 2019 ist? Ganz ehrlich“, hatte Hambüchen schon vor seinem letzten Wettkampf gesagt.

Er freue sich nun auf einen spontanen Kino- oder Thermebesuch. „Da wo ich vorher auf die Uhr geschaut und überlegt habe, dass morgen früh wieder Training ist, wo ich wieder fit und frisch sein muss. Dieses Stück Freiheit zu genießen, da freue ich mich am meisten drauf.“ Seinen letzten Auftritt genoss er sichtlich. Seine Übung am Reck, die er ursprünglich noch risikoreicher hatte turnen wollen als bei den Spielen in Rio, wurde eine sichere Angelegenheit. „Aus taktischen Gründen, weil es besser für die Mannschaft war“, verriet er später. Der Mehrzahl der 3500 Zuschauer war das jedoch egal, sie feierten Hambüchen am Ende und der zeigte sich gerührt. „Da war schon ein bisschen Pippi in den Augen, da war viel Wehmut dabei“, räumte er ein. „Denn mit dem Reck verbinde ich einfach alles. Meinen Weltmeistertitel, den Olympiasieg, die ganzen EM-Titel, viele deutsche Meistertitel.“

Spezielles Abschiedsgeschenk

Eine Minute vor der Siegerehrung gab es für Deutschlands scheidenden Vorturner noch ein spezielles Abschiedsgeschenk - einen original Magnesiakübel der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro 2016, dem Ort seines größten sportlichen Triumphs. „Ich habe schon ein Rio-Reck, jetzt habe ich noch einen original Rio Magnesiatopf. Tolle Idee“, sagte er freudig.

Von dpa

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