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Zugunglück in Meerbusch

Regionalbahn war wohl auf falschem Gleis unterwegs

Meerbusch Nach dem Zugunglück in Meerbusch mit 47 Verletzten hat die Deutsche Bahn am Mittwoch mit der Bergung der beiden Züge begonnen. Ein Zug der Regionalexpresslinie 7 war am Dienstagabend auf einen stehenden Güterzug geprallt. Laut Unfallermittlern war der Personenzug auf dem Gleis falsch. Die Strecke war auch in der Nacht zu Donnerstag noch gesperrt.

Regionalbahn war wohl auf falschem Gleis unterwegs

Bei dem Zugunglück nahe Neuss sind am Dienstagabend 50 Menschen verletzt worden. Ein Zug der Regional-Express-Linie 7 war auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Foto: David Young/dpa Foto: dpa

Der nahe Neuss auf einen Güterzug aufgefahrene Personenzug hätte den Gleisabschnitt nicht befahren dürfen. Das sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen in Bonn am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Bei dem Unfall am Dienstagabend wurden laut Bundespolizei 9 Menschen schwer und 41 leicht verletzt.

Warum der Zug die Strecke bei Meerbusch dennoch befuhr, müsse nun geklärt werden, erklärte die Ermittlungsstelle. Dies sei keine Schuldzuweisung an den Lokführer, betonte Sprecher Gerd Münnich: So müsse etwa noch ermittelt werden, ob etwa die Signale falsch geschaltet gewesen seien oder vom Lokführer übersehen wurden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zufolge soll die Fahrdienstleitung dem Lokführer des Personenzugs über Zugfunk mündlich die Erlaubnis zur Weiterfahrt erteilt haben, obwohl sein Streckensignal auf Halt stand.

Das Zugunglück in Meerbusch

Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Am Mittwochnachmittag begann die Bergung der beiden Züge.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat die Unfallstelle am Mittwoch besucht.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Einen Tag nach dem Zugunglück bei Meerbusch steht fest: Der Personenzug hätte den Abschnitt nicht befahren dürfen. Die Regionalbahn war am Dienstagabend auf einen Güterzug aufgefahren.
Feuerwehrleute bergen nach einem Zugunglück eine verletzte Person in Meerbusch Osterath (Nordrhein-Westfalen). Bei dem Zugunglück nahe Neuss sind am Dienstagabend mehrere Menschen verletzt worden. Foto: David Young/dpa
Feuerwehr und Rettungskräfte an dem  verunglückten Personenzug in Meerbusch Osterath. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Nach bisherigen Erkenntnissen ist ein Personenzug auf einen Güterzug aufgefahren. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Der verunglückte Regionalexpress auf dem Gleis. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Die Bergungsarbeiten dauerten bis tief in die Nacht an. Foto: David Young/dpa
Die Bergungsarbeiten dauerten bis tief in die Nacht. Foto: David Young/dpa
dpatopbilder - Ein verunglückter Personenzug steht am 05.12.2017 in Meerbusch Osterath (Nordrhein-Westfalen) neben dem Güterzug (l). Bei dem Zugunglück nahe Neuss sind am Dienstagabend fast 50 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren. Feuerwehrsprecher Frank Mohr sagte, es gebe 41 Leichtverletzte, weitere drei Menschen seien mittelschwer und drei schwer verletzt worden. Foto: David Young/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Feuerwehrleute bergen eine verletzte Person. Foto: David Young/dpa
Feuerwehrleute bringen Bergungsgeräte zu dem verunglückten Personenzug. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Entgleiste Waggons des Güterzuges, Foto: Arnulf Stoffel/dp
Die Bergungsarbeiten dauerten bis tief in die Nacht. Foto: Arnulf Stoffel/dpa
Feuerwehrleute und Polizisten stehen an einem verunglückten Personenzug am 05.12.2017 in Meerbusch  (Nordrhein-Westfalen). Bei dem Zugunglück nahe Neuss sind am Dienstagabend fast 50 Menschen verletzt worden. (zu dpa: "Zugunglück in NRW mit 50 Verletzten - Lange Fehlersuche erwartet" vom 06.12.2017) Foto: Arnulf Stoffel/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Fahrtenschreiber beider Züge seien sichergestellt und ausgelesen worden. Auch in den Stellwerken seien Informationen gesichert, der Bahnfunkverkehr sei ebenfalls aufgezeichnet worden.

Danach ergebe sich das Bild, dass der Güterzug ordnungsgemäß gehalten und auf das Signal zur Einfahrt in den Bahnhof Meerbusch-Osterath gewartet habe. Damit sei diese Strecke zwischen Krefeld und Köln für den nachfolgenden Verkehr eigentlich gesperrt gewesen. „Der Personenzug hätte in den Abschnitt nicht reinfahren dürfen“, sagte Münnich. Die Bundesstelle stufte die Kollision als schweren Unfall ein, bei der die Schadenshöhe von zwei Millionen Euro überschritten sein dürfte.

Der Regional-Express der Linie 7 von Köln nach Krefeld war mit dem Güterzug von DB Cargo, der von Dillingen nach Rotterdam unterwegs war, am Dienstagabend auf offener Strecke kollidiert. Die Bahngesellschaft National Express, die den Personenverkehr auf der Strecke betreibt, rechnet nach eigenen Angaben fest mit einer Aufklärung der Unfallursache. „Es ist bei solchen Unglücken eigentlich immer im Nachhinein herausgekommen, wo das Problem lag“, sagte ein Unternehmenssprecher.

173 Fahrgäste saßen in dem Zug

In dem Zug waren nach Angaben des Rettungsdienstes deutlich mehr Menschen als zunächst angenommen. Es seien 173 Menschen in dem Regionalzug angetroffen worden, sagte Marc Zellerhoff, der ärztliche Leiter Rettungsdienst im Rhein-Kreis am Mittwoch in Meerbusch. Zunächst war von rund 150 Insassen die Rede gewesen. Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs stärker, die weiteren Waggons entgleisten oder standen weitgehend unbeschädigt auf den Schienen. Auch Waggons des Güterzugs entgleisten.

Der Lokführer des Regionalzugs verhinderte mit einer Vollbremsung Schlimmeres, so erste Erkenntnisse. Bei dem Aufprall wurde der Lokführer in seiner Fahrerkabine selbst verletzt. Er konnte gerettet werden, stand aber unter Schock. Fahrgäste berichteten von einem „großen Knall“.

Bergung begann am Mittwochnachmittag

Für die Pendler auf der Strecke ist nun Geduld gefragt: National Express Rail hat auf der Strecke einen Schienenersatzverkehr eingerichtet - auf unbestimmte Dauer. Die Deutsche Bahn rechnet trotz der Streckensperrung nicht mit Auswirkungen auf ihren Regionalverkehr.

Die Deutsche Bahn hat am Mittwochnachmittag damit begonnen, die beiden verunglückten Züge vom Gleis zu bergen. „Dabei ist ein schwerer Notfallkran im Einsatz“, teilte die Bahn mit. Erst wenn die Arbeiten abgeschlossen seien, lasse sich beurteilen, welche Schäden an der Infrastruktur entstanden seien. Dann könne auch entschieden werden, wann die Strecke wieder in Betrieb genommen werden könne. Probleme bereitete unter anderem die zerstörte und in Teilen herabhängende Oberleitung. Der Zugbetreiber National Express und die Deutsche Bahn rechnen mit längeren Bergungsarbeiten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolgte die Lage am Abend, wie Regierungssprecher Steffen Seibert via Twitter mitteilte. „Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden. Dank für den Einsatz der Rettungskräfte.“ Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wünschte den Verletzten eine „baldige Genesung“.

dpa

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