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Renaissance der klassischen Armbanduhr: Was passt wozu?

Stuttgart. Handys hatten die Armbanduhr lange verdrängt. Aber dann kam die Uhr als Statussymbol zurück ans Handgelenk des Geschäftsmanns. Inzwischen greifen auch viele Jüngere und Modefans wieder zu ihr - und setzen sie als schmückendes Accessoire ein.

In jeder Hosentasche steckt heute ein Handy, und Fitnesstracker mit Zeitanzeige werden beliebter. Und dennoch: Die klassische Armbanduhr hat ein Comeback erlebt.

Stilberaterin Sylvia Ebner aus Stuttgart rät, die Uhr wie jedes andere schmückende Accessoire zu betrachten: „Wie viel Uhr braucht eine Frau? Na, mindestens zwei, wenn nicht noch eine mehr“, sagt die Modeexpertin. „Warum? Haben Sie nur ein paar Schuhe? Na also!“ So lasse sich jeden Tag ein auf das Outfit abgestimmtes Modell aussuchen.

„Für das lässige Outfit zum Bummeln oder Ausgehen die moderne sportliche Uhrenvariante, zum Beispiel mit blauem Lederband, blauem Ziffernblatt und rosé-goldenem Gehäuse“, empfiehlt Ebner Frauen. „Im Büro zum klassischen Outfit den minimalistischen Chronographen - ein flaches silbernes oder goldenes Gehäuse mit feinem Glieder- oder Lederarmband.“ Edel wirke ein Ziffernblatt mit Perlmutt und minimalistischen Ziffern. „Zum Ausgehen und Feiern soll es ruhig funkeln.“ Ebners Rat: „Aufeinander abgestimmter Schmuck und Uhr beweisen Stilsicherheit.“

Männern empfiehlt die Modeexpertin fürs Business-Outfit Modelle im minimalistischen Stil. „Sportliche Outfits werden durch Uhren mit Textilarmbändern, farbigen Zeigern und Ziffernblätter ergänzt.“ Grundsätzlich gilt: „Die Farben sollten zum Outfit passen, und die Größe des Gehäuses zum Handgelenk.“ Außerdem rät Ebner, dass die Uhr zum Anzug nicht sportlich sowie nicht zu dick sein sollte, da sonst der Hemdärmel nicht mehr über die Uhr rutscht.

Männer wie auch Frauen sollten beim Kauf auf Folgendes achten: „Nehmen Sie Ihre Wunschuhr in die Hand, prüfen Sie, wie leicht oder schwer sich die Krone bewegen lässt“, erklärt Ebner. „Beim Drehen der Krone sollten die Zeiger möglichst präzise und ohne Verzögerung reagieren.“

Ziffernblatt, Gehäuse und Glas sollten keine sichtbaren Fehler oder Kanten aufweisen. Die Zeiger müssen gerade und nicht verbogen sein, Schrauben und Stifte richtig sitzen. Und: Geht und stimmt die Datumsanzeige?

Außerdem sollte man sich die Details anschauen: „Die Seriennummer am Gehäuse oder im sichtbaren Werk muss mit den Unterlagen übereinstimmen“, betont Ebner. Bei teuren Uhren sollte man auch nach einem Zertifikat fragen. Wer eine wirklich hochwertige Uhr sucht, könne auf ein Schweizer Uhrwerk setzen, rät Ebner. „Ein Ziffernglas aus Saphir- oder Mineralglas ist besonders kratzfest.“

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