Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Retter in China arbeiten sich nach Erdbeben durch Trümmer

Peking (dpa) Nach dem schweren Erdbeben in Südwestchina arbeiten sich die Retter langsam in entlegene Dörfer vor.

/
Mit Spezialfahrzeugen räumten Rettungskräfte Straßen zu den entlegenen Dörfern um das Epizentrum. Foto: Wu Hong

Tausende Helfer beteiligten sich an der Suche nach Verschütteten. Foto: Wu Hong

Es war nach Angaben der Provinzregierung das schwerste Erdbeben in Yunnan seit 14 Jahren. Foto: Wu Hong

Hunderte Menschen starben bei dem schweren Beben. Foto: Zhao Yf

Ein Polizist sitzt auf auf einem Hügel bestehend aus Trümmern. Foto: Wu Hong

Zwei Tage nach dem stärksten Beben in der Provinz Yunnan seit Jahren stieg die Zahl der Todesopfer auf 410 Menschen, etwa 2400 Verletzte wurden gemeldet, wie das Ministerium für Zivilangelegenheiten mitteilte. Wegen starken Regens warnten Experten vor dem Ausbruch von Seuchen.

Etwa 10 000 Soldaten und eine ähnliche Zahl von Polizisten und zivilen Helfern waren in die Unglücksregion in der Gemeinde Ludian rund 370 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Kunming geeilt. Zudem wurden etwa 800 Räumfahrzeuge in die Region gebracht, um Schutt und Geröll von versperrten Straßen zu schaffen.

Den Rettungskräften machte bei ihrer Bergung ein großer, nach dem Beben entstandener See zu schaffen. Über eine Breite von 300 Metern war Schutt in ein Tal gestürzt und hatte den Fluss Niulanjiang zu einem fünf Kilometer langen See anschwellen lassen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Wegen des heftigen Regens stieg das Wasser in dem See am Dienstag stündlich um einen Meter an.

Die Erdstöße zerstörten die Wasserversorgung für Zehntausende Menschen: Auf einer Länge von 300 Kilometern wurden laut Xinhua Wasserrohre beschädigt. Die Trinkwasserversorgung von mindestens 300 000 Menschen wurde dadurch beeinträchtigt. Auch wegen des starken Regens in der Region warnten Gesundheitsexperten daher vor dem Ausbruch von Seuchen.

Die Regierung hat Tausende Zelte, Feldbetten und Schlafsäcke organisiert. Zudem stellten Helfer Notfallpakete mit Wasser und Lebensmitteln zusammen. Mit Helikoptern versuchten die Einsatzkräfte die Hilfsgüter in die entlegenen Orte zu transportieren.

In nur wenigen Ländern der Welt gibt es so viele Erdbeben wie in China. Die Erschütterungen vom Sonntag waren die stärksten seit Jahren in der Provinz Yunnan. Seit 14 Jahren hatte die Erde laut Angaben der Provinzbehörde dort nicht mehr so heftig gebebt.

Mitteilung Erdbebenwarte, Chinesisch

Meldung US-geologischer Dienst, Englisch

Mitteilung Provinzregierung, Chinesisch

/
Mit Spezialfahrzeugen räumten Rettungskräfte Straßen zu den entlegenen Dörfern um das Epizentrum. Foto: Wu Hong

Tausende Helfer beteiligten sich an der Suche nach Verschütteten. Foto: Wu Hong

Es war nach Angaben der Provinzregierung das schwerste Erdbeben in Yunnan seit 14 Jahren. Foto: Wu Hong

Hunderte Menschen starben bei dem schweren Beben. Foto: Zhao Yf

Ein Polizist sitzt auf auf einem Hügel bestehend aus Trümmern. Foto: Wu Hong

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Vermischtes

Mindestens 96 Tote bei schwerem Erdbeben in Mexiko

Tonalá (dpa) Einige Tage nach dem verheerenden Erdstoß wird das ganze Ausmaß der Schäden klar. Tausende Häuser sind beschädigt, die Menschen im Katastrophengebiet brauchen dringend Hilfe. Die Zahl der Opfer steigt unterdessen weiter an.mehr...

Stärke von 8,4

Über 30 Tote nach Erdbeben in Mexiko

Potsdam Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,4 hat Mexiko erschüttert. Die Erdstöße waren bis in die 600 Kilometer entfernte Hauptstadt zu spüren, dort gab es unter anderem zahlreiche Stromausfälle. Bislang gibt es vier Tote. Jetzt droht ein Tsunami. Die Warnung gilt für mehrere Länder der Region.mehr...

Mehrere Tote

So wütete Irma in der Karibik - Schneise der Zerstörung

Sint-Maarten/Miami Wie ein „Rasenmäher vom Himmel“ sei der Hurrikan gewesen, als er durch die Karibik zog. Nun nimmt der Rekordsturm Irma Kurs auf Florida. Es droht eine gewaltige Katastrophe. Wie groß das Ausmaß der Zerstörung bisher war.mehr...

Vermischtes

Mexiko-Erdbeben: Zahl der Toten steigt auf rund 320

Mexiko-Stadt (dpa) - Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko der Stärke 7,1 am vergangenen Dienstag ist die Todeszahl auf 318 gestiegen. Wie die Behörden mitteilten, starben allein in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt 180 Menschen, zudem 73 im Bundesstaat Morelos und 45 im Bundesstaat Puebla.mehr...

Vermischtes

Erde bebt wieder in Mexiko - zum dritten Mal

Mexiko-Stadt (dpa) Die Rettungskräfte suchen in Trümmerbergen noch nach Überlebenden des letzten Erdbebens vom 19. September, da wird Mexiko erneut von Erdstößen erschüttert. Das Zentrum liegt dieses Mal im Süden.mehr...