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Riskantes Wachstum: Formel E startet in neue Saison

Hongkong. Die Formel E ist zum Start ihrer vierten Saison weiter auf Wachstumskurs. Doch das immer stärkere Engagement der großen Autobauer birgt auch Risiken für die vollelektrische Rennserie.

Riskantes Wachstum: Formel E startet in neue Saison

Alejandro Agag ist der Chef der Formel E. Foto: Andrew Medichini

Kaum hat die Formel 1 ihre Winterpause angetreten, nutzt die vollelektrische Formel E den freien Platz auf der großen Motorsport-Bühne.

Das Strom-Spektakel startet am Wochenende in Hongkong in seine vierte Saison und kann dank des stetig wachsenden Engagements der großen Autobauer auf eine erfolgreiche Zukunft hoffen. In diesem Jahr schickt auch Audi erstmals ein Werksteam auf die Piste, nachdem die Ingolstädter ihr Langstrecken-Projekt beendet haben. BMW, Mercedes und Porsche werden folgen. Doch schon jetzt warnen Experten vor einem drohenden Wettrüsten der großen Marken, wie es einst die Formel 1 in die Krise stürzte.

Formel-E-Chef Alejandro Agag will das unbedingt verhindern. „Ich habe keine Angst vor dem Einstieg vieler Hersteller. Sie werden die Serie bereichern“, versicherte der Spanier und betonte an die Adresse der Autobauer: „Entweder man akzeptiert die Regeln oder kommt nicht in die Formel E.“ Im Verbund mit Weltverbandschef Jean Todt soll Agag bislang alle Wünsche der Hersteller nach mehr technischer Freiheit abgelehnt haben, um eine Kostenexplosion zu vermeiden.

Ob sich die Macher der Formel E wirklich auf Dauer gegen die Macht der großen Konzerne behaupten können, ist indes offen. Neben Audi sind in diesem Jahr Renault, Citroen mit seiner Automarke DS, Jaguar, Mahindra aus Indien und der chinesische Autobauer NIO dabei. BMW ist derzeit noch Technikpartner des Andretti-Rennstalls, hat aber für kommendes Jahr ein eigenes Team angekündigt. Mercedes, das über HWA künftig das Venturi-Team unterstützt, will wie Porsche 2019 sein werksseitiges Engagement ausbauen.

Auch bei den Fahrern ist der deutsche Faktor in der Formel E hoch, vier der 20 Piloten kommen aus Deutschland. Der bekannteste ist der 40 Jahre alte Nick Heidfeld, der mit Mahindra Titelchancen hat. Hinzu kommen Daniel Abt, Maro Engel und Neuling André Lotterer. Favoriten sind Titelverteidiger Lucas di Grassi, der für das Audi-Werksteam startet, und der Schweizer Sebastien Buemi im Renault. „Die Vorfreude ist riesig. Wir haben hart für ein siegfähiges Auto gearbeitet“, sagte der Brasilianer Di Grassi vor den ersten beiden Saisonläufen am Samstag und Sonntag (jeweils 8.00 Uhr MEZ) in Hongkong.

Insgesamt werden 14 Rennen auf vier Kontinenten ausgetragen. Der Werbebonus der geräuscharmen Formel E sind ihre Auftritte mitten in großen Metropolen wie Rom, Santiago de Chile, Montréal oder Berlin, das am 19. Mai 2018 erneut Gastgeber sein wird. Erstmals nach 60 Jahren Motorsport-Abstinenz der Schweiz wegen des Verbots von öffentlichen Rundstreckenrennen ist auch in Zürich ein ePrix geplant.

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