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Rodin-Ausstellung zum 100. Todestag des Künstlers

Berlin. Eine bisher wenig beachtete Bronzestatuette hat den französischen Bildhauer mit den deutschsprachigen Literaten Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal verbunden. Mehr darüber erfahren Besucher der Schau in Berlin.

Rodin-Ausstellung zum 100. Todestag des Künstlers

Die Bronzestatue „Der Mensch und sein Genius“ im Mittelpunkt. Foto: Paul Zinken

Zum 100. Todestag von Auguste Rodin zeigt die Alte Nationalgalerie in Berlin eine Ausstellung, die eine gemeinsame Geschichte des großen französischen Bildhauers mit den deutschsprachigen Literaten Rainer Maria Rilke und Hugo von Hofmannsthal erzählt.

Im Mittelpunkt steht die bisher wenig beachtete Bronzestatuette „Der Mensch und sein Genius“ (um 1896), die die drei Künstler verband. Mit ergänzenden Vergleichsstücken, Briefen, Schriften und Fotografien werde ein Einblick in die Kunstwelt um 1900 möglich, erklärte das Museum zur Eröffnung am Donnerstagabend.

Die Skulptur zeigt, als Sinnbild künstlerischer Inspiration, einen Mann, dem sich ein weiblicher Genius mit Schwingen entzieht. Rainer Maria Rilke schrieb zu der Bronze das Gedicht „Nike“. Hofmannsthal war es, der den Gipsentwurf im Jahr 1900 während einer Reise nach Paris im Atelier von Rodin (1840-1917) entdeckt hatte und einen Abguss in Auftrag gab. „20 Jahre stand „Der Mensch und sein Genius“ auf dem Schreibtisch Hofmannsthals in Rodaun bei Wien, um ihn zu inspirieren“, so das Museum.

Als Hofmannsthal in finanzielle Not geriet, vermittelte Rilke demnach den Verkauf der Bronze an den Schweizer Sammler Werner Reinhart. Von dort gelangte sie später in die Sammlung der Nationalgalerie, wie es hieß. In der Ausstellung sind dazu auch Auszüge aus dem Briefwechsel zwischen Rilke, Hofmannsthal und Reinhart zu sehen. Die bis zum 18. März laufende Schau wird durch den Verein Freunde der Nationalgalerie ermöglicht.

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