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Russland entdeckt Avantgardekünstler El Lissitzky neu

Moskau. Sein Stil war klar geometrisch. Damit beeinflusste der russische Künstler die deutsche Bauhaus-Bewegung ebenso wie die frühe sowjetische Kunst.

Moskauer Museen widmen dem russisch-europäischen Avantgardekünstler El Lissitzky (1890-1941) erstmals eine große Werkschau. Der Maler, Grafiker und Architekt war ein Begründer des Konstruktivismus.

Er lebte ein Leben zwischen Russland und Deutschland und beeinflusste mit seinem klaren geometrischen Stil die deutsche Bauhaus-Bewegung wie die frühe sowjetische Kunst. In einer Doppelausstellung präsentieren die Tretjakow-Galerie und das Jüdische Museum von Donnerstag (16.11.) bis zum 18. Februar 2018 etwa 400 seiner Werke.

El Lissitzky sei in Russland immer bekannt gewesen, sagte die Direktorin der Tretjakow-Galerie, Selfira Tregulowa, der Deutschen Presse-Agentur. Aber im Unterschied zu anderen Avantgardisten wie Kasimir Malewitsch gebe es in Russland nur wenige Werke. „Seine Gemälde sind alle im Ausland.“ 200 Leihgaben für die Schau kommen aus Museen in Halle, Basel, Eindhoven, Amsterdam, Paris und Baku.

„Er war ein sowjetischer Künstler, ein europäischer Künstler, aber auch ein jüdischer Künstler“, sagte Alexander Boroda, Direktor des Jüdischen Museums und Toleranzzentrums in Moskau. Dabei erinnerte er an El Lissitzkys frühes Engagement in der jüdischen Bewegung, seine Illustrationen zu jüdischer Literatur.

In dem fünf Jahre alten Jüdischen Museum wird das Frühwerk des Künstlers gezeigt.

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