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Schweizer Buchpreis geht an Jonas Lüscher

Basel. Erfrischend bösartig und mit philosophischem Tiefgang. So lobte die Jury den Roman von Jonas Lüscher.

Schweizer Buchpreis geht an Jonas Lüscher

Jonas Lüscher ist mit dem Schweizer Buchpreis geehrt worden. Foto: Georgios Kefalas

Der Schriftsteller und Essayist Jonas Lüscher ist mit dem Schweizer Buchpreis geehrt worden. Der Schweizer Autor erhält die Auszeichnung für sein jüngsten Buch „Kraft“, wie die Jury am Sonntag bekanntgab. Es sei ein „welthaltiges, dringliches und sprachmächtiges Werk“, so die Begründung.

Der fulminante Text habe durch seine „erfrischende Bösartigkeit ebenso überzeugt wie durch seinen philosophischen Tiefgang und die kluge Gegenüberstellung von Alter und Neuer Welt“. Der Preis ist mit knapp 26 000 Euro dotiert. Mit dem Roman schaffte es der 41-Jährige bereits auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. 

In Lüschers erstem Werk „Frühling der Barbaren“ verdichtete der Autor in der kleinen Novelle die Verwerfungen des Finanzkapitalismus auf groteske Weise und erregte damit 2013 viel Aufsehen. In „Kraft“ wagte der in Zürich geborene Schriftsteller einen Ausflug in die Wissenschaft. Die Geschichte dreht sich um einen Tübinger Rhetorikprofessors, dessen Leben sich in einer Sackgasse befindet und der im Silicon Valley den großen Befreiungsschlag versucht. Lüscher erweist sich in diesem politischen, satirisch zugespitzten Roman als präziser Beobachter der Gesellschaft und ihrer Krisensymptome.

Lüscher erhielt bereits unter anderem bereits den Franz-Hessel-Preis, den Berner Literaturpreis und den Hans-Fallada-Preis. 

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