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Ski-Langläufer wollen in den Medaillenbereich

Kuusamo. Drei Weltmeisterschaften hintereinander gab es keine deutsche Langlauf-Medaille. Die ist aber nun das Ziel, auch für Olympia in Pyeongchang. Dafür gibt es nach einigen Neuerungen leise Hoffnungen. Im Weltcup soll die Grundlage gelegt werden.

Ski-Langläufer wollen in den Medaillenbereich

Andreas Schlütter ist der Sportliche Leiter der deutschen Ski-Langläufer. Foto: Kimmo Brandt

Die Sorgenkinder des Deutschen Skiverbandes wollen ihr Image aufpolieren. Nach drei medaillenlosen Weltmeisterschaften möchten die Langläufer in diesem Winter einen weiteren Leistungsanstieg deutlich machen und bei Olympia in den Kampf um Edelmetall eingreifen.

Dass dies nur über die Teamwettbewerbe möglich sein wird, ist allen Beteiligten klar. Denn Siegläufer gibt es im DSV nicht. Aber schon mit Beginn des Weltcup-Winters von Freitag an im finnischen Kuusamo gilt es, dafür Grundsteine zu legen.

Nach den Ergebnisse der WM in Lahti haben die Langläufer ihre Ausrichtung neu definiert. Sie bildeten einen Athletenpool mit Blickrichtung Heim-WM 2021 in Oberstdorf, der einer besonderen Förderung unterliegt. In diesem Pool befinden sich die Etablierten, vor allem aber auch viele junge Läufer, die in den nächsten zwei Jahren noch nicht im Weltcup für Furore sorgen können.

Aber sie sollen herangeführt werden. Und so waren die Trainings-
Lehrgänge im Sommer und Herbst ziemlich dicht besetzt, weil Alt und Jung gemeinsam arbeiteten. Die Junioren kooperierten zudem mit der Schweiz und hielten gemeinsame Trainingscamps ab.

Dass Frauen und Männer ebenfalls gemeinsame Lehrgänge absolvierten, gehört auch zur neuen Ausrichtung. „Das hat schon zu meiner aktiven Zeit gut geklappt, denn man orientiert sich schon an den Besseren“, erklärt der Sportliche Leiter, Andreas Schlütter. Anhand der Leistungsdiagnostiken sieht er insgesamt Fortschritte, vor allem im Männer-Bereich. Dort sind sie auch am nötigsten, denn nach dem Karriereende von Tim Tscharnke und Hannes Dotzler fehlen dem Team genau die beiden Leistungsträger, auf die die Zukunft nach den Olympischen Spielen von Sotschi ausgerichtet war.

„So haben sich jetzt Andreas Katz, Lucas Bögl, Florian Notz oder Jonas Dobler vor den Karren gespannt. Sie sind fleißige Arbeiter. Es geht aber nur über das Team. Einer muss durchkommen“, sagt Schlütter und gibt damit die Marschroute für die Saison aus. Waren bislang Plätze unter den Top 20 das Ziel, sollen es jetzt Top-15-Ränge sein. Denn: „Jeder will und muss sich regulär für Olympia qualifizieren.“

Bei den Frauen, bei denen Nicole Fessel zum Saisonstart wegen Trainingsrückstandes noch fehlen wird, peilt man regelmäßige Platzierungen unter den besten Sechs an. Hier funktioniert die Kombination Alt/Jung bereits sehr gut. Nun müssen die Ergebnisse kommen.

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