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Skispringer im Team bei Weltcup-Auftakt nur Vierter

Wisla. Ein als gestürzt gewerteter Sprung von Markus Eisenbichler hat den deutschen Skispringern einen Podestplatz im Team-Wettbewerb gekostet. Doch auch andere DSV-Adler erreichten beim Weltcup-Auftakt nicht die erforderliche Form.

Skispringer im Team bei Weltcup-Auftakt nur Vierter

Wurde mit den DSV-Adlern beim Weltcup-Auftakt in Wisla Vierter: Andreas Wellinger. Foto: Andrzej Grygiel

Die deutschen Skispringer haben gleich im ersten Wettbewerb der neuen Saison einen Dämpfer erhalten.

Nach einer ganz starken Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag mussten sich die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster im Team-Wettbewerb am Samstag im polnischen Wisla mit Platz vier begnügen.

Den Sieg holte sich überraschend Norwegen mit Johann André Forfang, Anders Fannemel, Daniel André Tande und Robert Johansson vor den punktgleichen Teams aus Polen und Österreich. Zum Podest fehlten den DSV-Adlern Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Andreas Wellinger 16,5 Punkte.

„Ich hatte gehofft, dass wir um den Sieg mitspringen können. Aber es war ein verkorkster Wettkampf. Wir sind von Beginn nicht richtig hineingekommen“, sagte Schuster. Er bezog sich auf Startspringer Eisenbichler, der bei der Landung verkantete und in den Schnee griff. „Das war ziemlich unglücklich. Die zehn Punkte Abzug haben wir durch den ganzen Wettkampf geschleppt und nicht mehr aufholen können“, bemerkte der Coach, der daraus allerdings auch einige Erkenntnisse zog. „Es war ein Test, wie die anderen Jungs auf eine solche Situation reagieren. Richard Freitag hat das hervorragend gemacht, Stephan Leyhe nicht. Andreas Wellinger hat sich gesteigert“, analysierte Schuster.

Während Eisenbichler ziemlich sauer auf sich selbst war („Ich habe einfach zuviel riskiert“) und im zweiten Versuch nur noch einen Sicherheitssprung zustande brachte, zeigte Freitag neue Qualitäten. Der Sachse, der seinen Lebensmittelpunkt im Sommer zur Oberstdorfer Trainingsgruppe verlegte, sprang sehr stark. Mit 122,5 und 130 Metern gehörte er zu den Tagesbesten. „Für mich lief es ganz gut. Man sieht, dass alles sehr eng zugeht. Es dürfte eine spannende Saison werden“, sagte Freitag. An diese Leistung konnte Leyhe nicht anknüpfen. Er schaffte nur mittelmäßige Sprünge, womit er Schlussspringer Wellinger eine nicht mehr aufzuholende Hypothek mit auf den Weg gab.

Der zweimalige Einzel-WM-Zweite von Lahti war gut, aber nicht überragend. „Es zeigt sich, dass bei diesem hohen Niveau zwei, drei Fehler nicht mehr aufzuholen sind. Für mich gilt es, im Einzel am Sonntag ein paar Meter draufzupacken“, sagte der Bayer.

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