Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Solarworld-Gläubiger stimmen über Verkauf von Werken ab

Bonn (dpa) Bei Solarworld schlägt die Stunde der Entscheidung: Sagen die Gläubiger "Ja" zum Verkauf der deutschen Werke, geht die Geschichte des Unternehmens vorerst weiter. Sonst bekommen fast alle der 1700 "Sunworker" in Deutschland nächste Woche die Freistellung.

Solarworld-Gläubiger stimmen über Verkauf von Werken ab

Das Gebäude des insolventen Solartechnik-Herstellers Solarworld in Arnstadt. Foto: Bodo Schackow

Die Gläubiger des insolventen Solarkonzerns Solarworld stimmen heute über den Verkauf der beiden deutschen Werke im sächsischen Freiberg und im thüringischen Arnstadt und die Fortführung mit noch 475 Arbeitsplätzen ab.

Kaufinteressent ist eine neu gegründete Gesellschaft unter Führung des einstigen Solarworld-Gründers Frank Asbeck. Das Geld für das Geschäft soll aus Katar kommen.

Sollten die Gläubiger ihre Zustimmung mehrheitlich verweigern, müssten die allermeisten der noch rund 1700 Solarworld-Beschäftigten in Deutschland schon in der nächsten Woche unwiderruflich freigestellt und später entlassen werden, wie ein Sprecher des Insolvenzverwalters erklärte. Nur kleine Abwicklungsmannschaften an den Standorten würden etwas länger bleiben. Fachleute zeigten sich vorsichtig optimistisch, dass eine Einigung gelingen könnte.

Ein Teil der Gläubiger, deren Forderungen mit Sicherungsrechten versehen sind, könnten im Fall eines Verkaufs mit nur sehr geringen Verlusten aus der Insolvenz herauskommen. Andere nicht besicherte Gläubiger würden deutlich mehr verlieren. Hier liegt ein möglicher Konfliktpunkt.

Die Stimmrechte orientieren sich an den Forderungsbeträgen der Gläubiger. Es muss für die einzelnen Gesellschaften getrennt, also mindestens vier Mal abgestimmt werden. Die Versammlung ist nicht öffentlich und wird nach Einschätzung von Fachleuten mehrere Stunden dauern.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Neue Solarworld will Produktion schnell erhöhen

Berlin (dpa) Der nach einer Insolvenz geschrumpfte Solarmodulhersteller Solarworld will nach dem Neustart seine Produktion möglichst schnell wieder hochfahren. "Wir wollen in relativ kurzer Zeit auf ein Gigawatt kommen", sagte Geschäftsführer Frank Asbeck zur geplanten Jahreskapazität.mehr...

Wirtschaft

Teil-Rettung für Solarworld

Bonn (dpa) Erleichterung bei vielen Mitarbeitern: Die deutschen Fabriken von Solarworld können mit neuem Eigentümer weiterproduzieren. Doch es fallen auch 1200 Stellen weg.mehr...

Wirtschaft

Solarworld-Gründer Asbeck will deutsche Werke übernehmen

Bonn (dpa) Der Solar-Pionier macht einen letzten Versuch, sein Lebenswerk zu retten: Vermutlich mit Hilfe aus Katar will er die beiden deutschen Werke von Solarworld aus der Insolvenz kaufen. Wenn die Gläubiger zustimmen, wären damit knapp 500 Jobs gerettet.mehr...

Wirtschaft

Weniger Insolvenzen bei Firmen und Verbrauchern

Düsseldorf (dpa) Während die Insolvenzzahlen bei Unternehmen in Deutschland insgesamt seit Jahren sinken, rutschen immer mehr Klein- und Kleinstfirmen in die Pleite. Besonders junge Unternehmer geraten oft in wirtschaftliche Schieflage.mehr...

Wirtschaft

Solarbranche sieht trotz Solarworld-Pleite neuen Aufschwung

München (dpa) Die Solarworld-Insolvenz kurz vor der Messe Intersolar war eine schmerzhafte Nachricht für die Branche. Doch sie gibt sich zuversichtlich. Rund um Themen wie Energiespeicher und Elektromobilität versprechen sich die Anbieter gute Geschäfte.mehr...