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Soulsängerin Imany erinnert an Grace Jones

KÖLN Die Sängerin Imany ist vor allem durch den Remix von "Don`t Be Shy" bekannt. Am Donnerstag begeisterte sie in der ausverkauften Kölner Kantine gut 800 Fans mit ihrer stimmlichen Wandlungsfähigkeit. Auch dem verstorbenen Freddie Mercury erwies die Französin dabei die Ehre.

Soulsängerin Imany erinnert an Grace Jones

Soulsängerin Nadia Mladjao alias Imany hat am Donnerstag, 24. November 2016, in "Die Kantine Köln" gesungen. Sie ist derzeit auf "The Wrong Kind of War"-Tour.

Imany, aktuell mit dem Remix von "Don`t Be Shy" ein Radio-Dauerbrenner, überrascht bei ihrem Konzert in der restlos ausverkauften Kölner Kantine ihre gut 800 Fans mit einer großen stimmlichen wie stilistischen Bandbreite.

Ihre Popularität verdankt die 36-jährige Sängerin mit französisch-komorischen Wurzeln in Frankreich dem Soundtrack für den Film "Sous les jupes des filles", und hierzulande primär dem DJ-Duo Filatov und Karas. Die zwei Elekronik-Tüftler aus Moskau hatten sich zuvor bereits dem Imany-Song "The Good, The Bad, The Crazy" angenommen, ehe sie mit ihrem Remix von "Don´t Be Shy" einen Mega-Hit kreierten. Ein derartiger Erfolg ist natürlich ein Segen - der Fluch liegt in der Gefahr, als Sängerin auf eine bestimmte Stilistik reduziert zu werden.

Mischung aus Traurigkeit und Trost

Da reagierte das Publikum in der Kantine glücklicherweise anders. Großen Jubel gab es bereits für "Save Our Soul", mit dem Imany das Konzert eröffnete. Vor dem Hintergrund einer schleppenden Rhythmik konnte sich ihr dunkles Timbre, das entfernt an Grace Jones erinnert, bestens entfalten. Ein wohltemperierter Blues als Mischung aus Traurigkeit über zerbrochene Liebesbeziehungen und dem schwachen Trost, dass Gefühle nun mal unberechenbar sein können, liegt auch über "No Reason, No Rhyme".

Begleitet wurde sie von einer exzellenten siebenköpfigen Band, in der insbesondere zwei Celli ihre vokal ausgedrückten Stimmungen im wahrsten Sinne des Wortes unterstrichen. Neben ihren eigenen Songs, die sie als Französin kurioserweise alle auf Englisch singt, war es "Bohemian Rhapsody", der passend zum 25. Todestag von Freddie Mercury, ihr gesangliches Potenzial beeindruckend offenlegte. Ohne orchestrales Pathos wie das Original, sondern Note für Note eindringlich emotional sang sie den Queen-Klassiker und bekam dafür zu Recht Applaus.