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Star-Trek-Sprache Klingonisch wird reichhaltiger

Saarbrücken. Immer mehr „Trekkies“ wollen wie Außerirdische reden. Sie lernen Klingonisch. Eine Kunstsprache, die nie langweilig wird. Denn jedes Jahr kommen neue Wörter hinzu.

Star-Trek-Sprache Klingonisch wird reichhaltiger

Ein Teilnehmer des „qepHom“ übt klingonische Grammatik. Foto: Oliver Dietze

„Star Trek“-Fans können sich immer umfassender in ihrer Sprache unterhalten. Der Wortschatz der Kunstsprache Klingonisch wächst und wächst.

„In den vergangenen Jahren sind sicherlich Hunderte neue Wörter hinzugekommen“, sagte derKlingonisch-Experte und Lehrer Lieven L. Litaer der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er schätzt, dass die Sprache mittlerweile rund 4000 Wörter umfasst. In einem mehrtägigen Klingonisch-Kurs führt der 37-Jährige bis Sonntag „Trekkies“ und Sprachfans aus aller Welt in die Sprache mit reichlich Zungenbrechern und Kehlkopflauten ein.

„Das Interesse an Klingonisch nimmt zu“, sagt der Architekt, der das jährliche Sprach-Training mit Namen „qepHom“ (Kleines Treffen) zum 16. Mal anbietet. „Wir haben dieses Mal die Zahl der Teilnehmer auf 50 begrenzt, wobei wir 100 hätten haben können.“ Es seien Teilnehmer unter anderem aus Finnland, den USA, Belgien und Frankreich dabei. „Wir sind die Einzigen, die solche Sprachkurse anbieten.“

Einen neuen Schub habe die Sprache durch die neue TV-Serie „Star Trek: Discovery“ bekommen, von der gerade der erste Teil der ersten Staffel gelaufen sei, sagt Litaer. Darin werde nicht nur reichlich Klingonisch gesprochen - es gebe auch erstmals Untertitel auf Klingonisch für alle Passagen, die in einer irdischen Sprache gesprochen werden. Die Untertitel der Serie hat Litaer geschrieben. Zudem gebe es mittlerweile eine Facebook-Gruppe, in der mehr als 1000 Leute Klingonisch übten.

Mit der neuen Serie, die auf Netflix zu sehen ist, kämen viele jüngere Zuschauer als Fans dazu. „Star Trek ist eben nicht nur die Serie mit ihrem großen Boom in den Neunzigern, sondern sie ist wieder ein bisschen aktueller geworden“, sagt Litaer, der im Sommer 2017 ein erstes Übungsbuch „Klingonisch für Einsteiger“ veröffentlicht hat. Seiner Kenntnis nach sprechen weltweit 20 bis 30 Menschen fließend Klingonisch. Hinzu kämen Tausende, die Grundkenntnisse hätten.

Die Sprache werde immer reicher. Es gebe selten Fälle, in denen man sich nicht auf Klingonisch ausdrücken könne. Der Erfinder der Sprache, der für Wort-Nachschub sorgt, ist der US-amerikanische Sprachwissenschaftler Marc Okrand. Der 69-Jährige hat die Sprache der Klingonen vor 33 Jahren im Auftrag des Konzerns Paramount Pictures für die Kult-Filmreihe „Star Trek“ entworfen. Und zwar mit System. Es gibt feste Grammatikregeln, etwa beim Satzaufbau: Objekt, Verb, Subjekt. Zeitformen gibt es nicht und Verben werden nicht gebeugt.

Auch dieses Jahr kommen bei dem Seminar viele neue Wörter hinzu. „Wir haben zum Beispiel das Wort für Sarkophag bekommen. Die Klingonen fliegen ja in einem Sarkophagschiff und das konnten wir bisher nicht sagen.“ Jetzt aber: „nebeylI'“.

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