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Starke Kombinierer: Rydzek siegt vor Frenzel

Kuusamo. Drei Anläufe brauchten die deutschen Kombinierer für den ersten Sieg. Der fiel dank läuferischer Qualitäten dann sogar doppelt aus. Im Springen haben Rydzek und Co. aber noch erheblichen Nachholbedarf.

Starke Kombinierer: Rydzek siegt vor Frenzel

Kombinierer Johannes Rydzek beim Springen. Foto: Patrick Seeger

Zum Jubeln fehlte der Atem, ein kurzes Abklatschen mit dem Teamkollegen musste reichen: Johannes Rydzek hat als erster nordischer Skisportler in diesem Winter gewonnen und sein Olympia-Ticket gebucht.

Der Vierfach-Weltmeister von Lahti schaffte im dritten Anlauf den Erfolg, nachdem er am Freitag als 19. ins Ziel gekommen war und am Samstag hinter dem Japaner Akito Watabe und Eero Hirvonen aus Finnland Platz drei belegt hatte. In seinem Sog steigerte sich auch Olympiasieger Eric Frenzel enorm: Er belegte nach einer ganz starken Aufholjagd Platz zwei.

„Jetzt bin ich happy“, sagte der erleichterte Rekord-Weltmeister Rydzek nach seinem Sieglauf. Ausschlaggebend waren seine läuferischen Fähigkeiten und sein gewachsenes taktisches Geschick. „Die Jungs haben ihre läuferischen Qualitäten, die sie sich in hartem Training erarbeitet haben, in die Waagschale geworfen. Und sie haben in der Renntaktik alles richtig gemacht“, lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Er lobte vor allem Frenzel. Der fünfmalige Gesamtweltcup-Gewinner, der am Freitag nach einem vom Wind verwehten Sprung den Wettbewerb aufgegeben und auch am Samstag nur Platz zwölf belegt hatte, stürmte vom 15. Rang nach dem Springen und 1:27 Minuten Rückstand auf die Spitze los und hatte nach 7,5 Kilometern den Anschluss geschafft. „Mir kam zugute, dass vorn das Tempo gedrosselt wurde, so konnte ich mich etwas erholen und dann am letzten Anstieg noch mal attackieren“, erzählte der Oberwiesenthaler.

Der starke Abschluss in Kuusamo übertüncht aber ein wenig die Probleme der deutschen Kombinierer auf der Schanze. „Da haben wir noch ganz viel Luft nach oben“, meinte Frenzel.

Sprungtrainer Ronny Ackermann präzisierte: „Uns fehlt noch das Selbstvertrauen und die Stabilität im Flug.“ Man sei im Gegensatz zu vielen Kontrahenten zu wacklig während der Luftfahrt, die Ski blieben nicht in einer Position zum Körper. „Das kann dann auf so einer speziellen Schanze wie Kuusamo gleich mal 15 Meter ausmachen“, bemerkte der viermalige Weltmeister und kündigte an: „Daran müssen wir ganz stark arbeiten.“ Beleg für seine Aussage war das Scheitern von Fabian Rießle in der Sprung-Qualifikation am Sonntag nach einem Fehler beim Absprung.

Auffällig beim Saison-Auftakt: Die Spitze ist massiv zusammengerückt. Mit Espen Andersen aus Norwegen und dem Finnen Eero Hirvonen schafften gleich zwei Athleten erstmals den Sprung auf das  Siegerpodest. Norwegen präsentierte sich auch ohne das erkrankte Sprung-Wunder Jarl Magnus Riiber mannschaftlich überaus kompakt.

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