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Steinmeier: Sport-Verbände und Politik in der Pflicht

Berlin. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Funktionäre und die Politik aufgerufen, sich gegen Betrug und für Fairplay im Sport einzusetzen.

Steinmeier: Sport-Verbände und Politik in der Pflicht

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lobt Werte wie Fairness und Respekt für den Konkurrenten im Sport. Foto: Wolfgang Kumm

„Sie müssen das IOC unterstützen und in die Lage versetzen, ein wirksames internationales Dopingkontrollsystem zu etablieren“, sagte Steinmeier in Berlin auf dem Forum „Werte des Sports“ anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Deutsche Sporthilfe“ und 10 Jahre „Hall of Fame des deutschen Sports“.

Steinmeier zollte jenen Sportlern Respekt, „die sich weigern, zu verbotenen Substanzen zu greifen“. Diese seien „unsere Vorbilder und Helden“. Weiter hob er die Wandlung des Sports hervor, der sich von einer elitären zu einer Volksbewegung entwickelt habe. „Moderner Sport ist heute nicht mehr Distinktionsmerkmal der Klassen. Er gehört allen“, betonte der Bundespräsident.

Michael Ilgner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe, mahnte, dass Werte wie Fairness und Respekt für den Konkurrenten schon früh vermittelt werden müssten: „Kinder sollen sich im lokalen Sportverein am Verhalten des Trainers oder der Erwachsenen orientieren.“

DOSB-Präsident Alfons Hörmann und der frühere Skirennfahrer Christian Neureuther kritisierten die weitverbreiteten Egoismen im Sport und seinen Organisationen. „Das Ich und das Geld stehen bei großen Sportverbänden im Vordergrund“, missbilligte „Hall of Fame“-Mitglied Neureuther. Hörmann rief dazu auf: „Wir müssen das Wir leben.“

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