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Stöger bei Köln vor Aus - „Express“: Trennung beschlossen

Gelsenkirchen. Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gelingt dem 1. FC Köln zumindest ein Remis auf Schalke. Doch für Trainer Peter Stöger dürfte es das letzte Spiel beim Tabellenletzten gewesen sein.

Stöger bei Köln vor Aus - „Express“: Trennung beschlossen

Stöger-Aus beim 1. FC Köln steht kurz bevor. Foto: Ina Fassbender

Trainer Peter Stöger steht beim 1. FC Köln vor dem Aus. Zwar wollten am Samstagabend weder der Verein noch der Coach die Trennung bestätigen, doch nach Informationen des Kölner „Express“ ist diese bereits beschlossen.

Der Österreicher soll seiner Mannschaft wenige Minuten nach dem 2:2 (0:1) beim FC Schalke 04 seinen Abschied verkündet haben, berichtet die Zeitung. Auch Stögers Co-Trainer Manfred Schmid soll demnach den Verein verlassen.

Interimsweise soll U19-Coach Stefan Ruthenbeck mit Co-Trainer Kevin McKenna übernehmen. „Es wird, denke ich, eine Entscheidung geben“, sagte Stöger. Bei der Pressekonferenz sprach er davon, dass es „heute oder morgen Klarheit geben“ werde. FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle sagte jedoch: „Es wird heute nicht mehr viel passieren.“

Im „Kicker“ widersprach Stöger der Darstellung, er habe sich bereits verabschiedet. „Nein, das stimmt nicht, dass ich in der Kabine meinen Rücktritt verkündet habe“, zitierte das Fachmagazin am späten Samstagabend den 51-Jährigen. Nach „Kicker“-Informationen sollte es jedoch noch am Abend ein Treffen zwischen dem Coach und den FC-Verantwortlichen geben. Bei lediglich drei Punkten aus 14 Spielen und einer Tordifferenz von minus 21 sehen sich die Kölner nun offenbar zum Handeln gezwungen. Sehrou Guirassy (50., 77./Handelfmeter) hatten zuvor für die Kölner getroffen, die Schalker Tore erzielten Guido Burgstaller (36.) und Amine Harit (72.). In der Nachspielzeit sah Kölns Yuya Osako die Gelb-Rote Karte.

Nach dem Spiel verabschiedete sich der 51 Jahre alte Stöger herzlich von den mitgereisten Köln-Fans, zog seine Mütze vom Kopf und umarmte viele seiner Spieler und Mitglieder des Betreuerstabs - wollte dies aber nicht als Abschied verstanden wissen. „Hineininterpretiert wird in Zeiten wie diesen sowieso permanent etwas“, sagte er dem TV-Sender Sky und betonte: „Mal sehen, was jetzt passiert.“

Die Schalker verpassten durch das Remis den möglichen Sprung auf Platz zwei hinter dem FC Bayern München. „Wir wussten, dass es schwierig wird. Wir haben uns sicherlich mehr vorgenommen heute, aber nicht nur vom Ergebnis her, sondern auch spielerisch“, sagte Schalke-Trainer Domenico Tedesco. „Wir sind natürlich unzufrieden mit dem Punkt heute“, sagte Nationalspieler Leon Goretzka.

Um Stöger und einen neuen Manager in der Nachfolge von Jörg Schmadtke hatte es schon vor dem Anpfiff Spekulationen gegeben. Kölner Medien berichteten am Samstag von FC-Kontakten mit dem gebürtigen Kölner Markus Anfang, Coach von Zweitliga-Tabellenführer Holstein Kiel. Der wich im TV-Sender Sky allen Fragen aus. In Sachen Geschäftsführer Sport soll der ehemalige HSV-Vorstandschef und frühere FC-Profi Dietmar Beiersdorfer einer der Kandidaten sein, nachdem die Unterredungen mit Hannovers Horst Heldt abgebrochen wurden.

Stögers Anspannung war groß, auch wegen der enormen Personalnot: Zehn Spieler standen ihm vor 61 761 Zuschauern in der ausverkauften Arena nicht zur Verfügung. Die Königsblauen, die die zurückliegenden drei Erstliga-Heimpartien gegen Köln verloren hatten, agierten eine Woche nach dem 4:4 nach 0:4-Rückstand in Dortmund fast nur nach vorn.

Bis zu Burgstallers 1:0 nach Vorarbeit von Daniel Caligiuri konnte Köln die Begegnung ausgeglichen gestalten. Doch nach der Führung hatten Bastian Oczipka, Naldo und Jewgeni Konopljanka binnen Minuten drei weitere Top-Möglichkeiten für S04. Zu Beginn der zweiten 45 Minuten musste Stöger wechseln. Für den angeschlagenen Defensivmann Jorge Meré kam Yann Aurel Bisseck drei Tage nach seinem 17. Geburtstag zum zweiten Erstligaeinsatz.

Fünf Minuten später fiel durch den Franzosen Guirassy das überraschende 1:1 - der FC schöpfte gegen nicht mehr so druckvolle Schalker Mut. In der turbulenten Schlussphase erzielte Harit das 2:1, ehe Guirassy nach Videobeweis einen Handelfmeter zum 2:2 verwandelte.

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