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Studie: Zahl der geleisteten Arbeitsstunden auf Rekordniveau

Nürnberg. In Deutschland ist nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschen schon lange nicht mehr so viel gearbeitet worden wie im dritten Quartal 2017.

Studie: Zahl der geleisteten Arbeitsstunden auf Rekordniveau

Arbeit auf dem Bau: Die Zahl der Erwerbstätigen ist im dritten Quartal um 1,5 Prozent auf 44,5 Millionen gestiegen. Foto: Alexander Heinl

Zwischen Juli und September sei die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden auf 15,36 Milliarden gestiegen. Dies seien etwa 1,3 Prozent mehr Arbeitsstunden als im dritten Quartal 2016 und der höchste Stand seit 25 Jahren, geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Der Anstieg bedeute allerdings nicht, dass Beschäftigte im Schnitt länger als vor einem Jahr in Werkshallen, auf Baustellen oder in Büros zugebracht hätten. „Der Aufwärtstrend beim Arbeitsvolumen beruht vielmehr auf der stark steigenden Zahl von Beschäftigten“, sagte der IAB-Arbeitsmarktforscher Enzo Weber laut Mitteilung. Die Zahl der Erwerbstätigen sei im dritten Quartal um 1,5 Prozent auf 44,5 Millionen gestiegen.

Unverändert blieb hingegen die Zahl der Überstunden. Im dritten Quartal habe jeder Arbeitnehmer im Schnitt 5,3 bezahlte und 5,7 unbezahlte Überstunden geleistet - und damit genauso viele wie im dritten Quartal des Vorjahres. Wegen der insgesamt gestiegenen Beschäftigung habe aber die Gesamtzahl der bezahlten Überstunden um 4,9 Millionen auf 213,3 Millionen zugenommen. Die Gesamtzahl der unbezahlten Mehrarbeit legte im Jahresvergleich um 2,4 Millionen auf 228,9 Millionen Stunden zu.

Kritisch sieht derweil die Linkspartei im Bundestag die Entwicklung. Die Zahlen zeigten, dass sich die hohe Zahl der Arbeitsstunden immer ungleicher verteilten, gab die Linken-Politikerin Jutta Krellmann zu bedenken. „Die einen arbeiten bis zum Umfallen, die anderen in Teilzeit und Minijobs.“ Auch kritisierte die Politikerin die große Zahl unbezahlter Überstunden, die „Lohnraub“ seien. Arbeitgeber nutzten die Unsicherheit prekärer Beschäftigung, die nach IAB-Erkenntnissen allerdings zuletzt gesunken ist.

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