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Stürme und Erdbeben belasten Star-Investor Buffett

Omaha. Dass der Gewinn bei Warren Buffett sinkt, kommt selten vor. Nun musste der Börsen-Guru massive Abstriche machen - Wirbelstürme und Erdbeben hinterließen tiefe Spuren in der Quartalsbilanz. Dennoch stiegen die Geldreserven weiter, das sorgt für Investitionsdruck.

Stürme und Erdbeben belasten Star-Investor Buffett

Der operative Gewinn der Beteiligungsgesellschaft von Star-Investor Warren Buffett sank um 29 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Foto: Cliff Owen

Naturkatastrophen haben Berkshire Hathaway einen Strich durch das Versicherungsgeschäft gemacht und einen Gewinneinbruch im dritten Quartal eingebrockt. Verglichen mit dem Vorjahreswert fiel der Überschuss um 43 Prozent auf 4,1 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro).

Das teilte die Beteiligungsgesellschaft von Star-Investor Warren Buffett am Freitag nach US-Börsenschluss mit. Der operative Gewinn sank um 29 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Schuld an dem starken Rückgang war ein operatives Minus von 1,4 Milliarden Dollar im Versicherungsgeschäft. Die Wirbelstürme Harvey, Irma und Maria und das verheerende Erdbeben in Mexiko hinterließen tiefe Spuren. Die Sparte, zu der etwa der Rückversicherer Gen Re und der Autoversicherer Geico gehören, hatte im Vorjahreszeitraum noch 272 Millionen Dollar zum Gewinn beigesteuert.

Trotz des durchwachsenen Quartals schwellen die Barreserven von Berkshire Hathaway immer weiter an. Im Berichtszeitraum hatte Buffetts Gesellschaft erstmals mehr als 100 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Damit steht Buffett enorm viel Geld für Übernahmen zur Verfügung. Das erhöht allerdings auch den Druck auf die 87-jährige Investorenlegende, weitere Deals einzufädeln.

Zuletzt hatte Buffett lediglich durch kleinere Transaktionen Schlagzeilen gemacht. Im vergangenen Monat kündigte Berkshire Hathaway den Einstieg bei der Raststättenkette Flying J an, wo Buffetts Anteil bis im Jahr 2023 auf 80 Prozent steigen soll. Zuvor war der Versuch gescheitert, für neun Milliarden Dollar einen texanischen Stromversorger zu übernehmen.

Da Berkshire Hathaway keine Dividende zahlt und nur selten eigene Aktien zurückkauft, sind die hohen Cash-Vorräte eine Bürde. Buffett selbst bevorzugt einen viel geringeren Liquiditätspuffer. Unter Analysten wird deshalb schon lange auf das nächste große Ding des wegen seines Gespürs für Finanzgeschäfte „das Orakel von Omaha“ genannten Börsen-Gurus spekuliert.

Zu Berkshire Hathaway gehören an die 90 Firmen - von Versicherern, Einzelhandelsgrößen und Autohäusern bis hin zu Zeitungen und einer Frachteisenbahn. Zudem hält Buffetts Konglomerat große Aktienanteile an diversen börsennotierten Konzernen wie Apple, Coca-Cola, Goldman Sachs oder Kraft Heinz. Buffett führt die Gesellschaft seit über einem halben Jahrhundert. Die Anteilsscheine von Berkshire Hathaway sind schon lange mit großem Abstand die teuersten Aktien der Welt.

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