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Unter Steinen begraben

Täter nach Attacke auf Obdachlosen weiter flüchtig

BOCHUM Im Fall eines fast zu Tode geprügelten Obdachlosen in Bochum ist der Täter auch nach einem Fahndungsaufruf der Polizei weiter flüchtig. Es seien Hinweise eingegangen, sagte am Donnerstag ein Polizeisprecher. Der Obdachlose war in Bochum-Langendreer Opfer eines außergewöhnlich brutalen Überfalls geworden.

Täter nach Attacke auf Obdachlosen weiter flüchtig

Dieses verschwommene Bild einer Überwachungskamera soll den Täter zeigen. Foto: Polizei Bochum

Der Täter hatte den Mann am 9. November mitten in der Nacht erst heimlich verfolgt. Das 55 Jahre alte Opfer war dann gegen 1.30 Uhr auf einem Parkplatz an der S-Bahn-Station Langendreer West von dem Unbekannten niedergeschlagen und mit Steinen schwer verletzt worden. Mit den faustgroßen Verbundsteinen, die dort in größerer Menge gelagert werden, bewarf er das am Boden liegende Opfer. Der Täter versteckte den leblosen Körper anschließend unter Steinen, einer Palette und Splittsäcken und floh.

Bilder der Überwachungskamera

Die Polizei fahndet seit Mittwoch mit dem Foto einer Überwachungskamera nach dem zwischen 20 und 30 Jahre alten Verdächtigen. Er war auf der Flucht verschwommen aufgenommen worden. Eine heiße Spur gebe es aber noch nicht, erklärte die Polizei am Donnerstag. Allerdings soll dem Täter kurz vor der Tat ein Paar auf dem Gehweg entgegengekommen sein, dass ihn gesehen haben müsse. Der Tatverdächtige wird als schlank und zwischen 20 und 30 Jahren alt beschrieben. Er soll möglicherweise einen Vollbart getragen haben und war mit einer auffälligen hellen Jacke bekleidet, deren Schulterbereich sowie die Seiten- und Brusttaschen dunkel abgesetzt sind.

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Das Opfer konnte sich nach Angaben der Ermittler nicht selbst befreien und erst nach zwei Stunden bemerkbar machen. Der Obdachlose wurde unterkühlt und mit mehreren Rippenbrüchen gerettet.

„Gewalt gegen Wohnungslose ist ein Dauerthema“, sagt Werena Rosenke, stellvertretende Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe. Die Organisation sammele jährlich Dutzende Berichte über gewalttätige Übergriffe auf Wohnungslose. „Vor allem ältere und geschwächte Männer, die auf der Straße leben, sind Ziel von Gewalt“, sagte Rosenke. Jedes Jahr gebe es Tote. Die Täter seien meist jüngere Männer, häufig in Gruppen, vielfach spiele ein rechter Hintergrund eine Rolle. Die Arbeitsgemeinschaft schätzt die Zahl der Menschen, die in Deutschland ohne jede Unterkunft auf der Straße leben, auf rund 52 000.

dpa

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