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Das Morgen-Update

Tierische Sensation in Westfalen, Düsentrieb-Rekord, Hungersnot

NRW Bergleute kämpfen um ihr Kohledeputat, ein britischer Tüftler hat den Geschwindigkeitsrekord mit einem düsenbetriebenen Anzug gebrochen, in Westfalen gibt es eine tierische Sensation. Eine drohende Hungersnot riesigen Ausmaßes, der Vorstoß gegen Mammut-Strafverfahren und eine neue Runde im Streit um Glyphosat: Hier erfahren Sie, was Sie in der Nacht verpasst haben und was der Tag bringt.

Das Wetter

Der Tag beginnt mit Nebel, gefolgt von Wolken - aber zumindest bleibt es trocken. Mehr als 8 bis 10 Grad gibt es aber nicht. Vor allem in der Mittagszeit kann die Wolkendecke vereinzelt auflockern, bevor es sich nachmittags wieder zuzieht.

Der Verkehr Bahn: Auf unseren virtuellen Bahnhofstafeln können Sie hier die aktuellen Abfahrzeiten in verschiedenen Bahnhöfen der Region live sehen.

 

Das ist gestern Abend und in der Nacht passiert

  • Für Vogelschützer ist es eine kleine Sensation: Eine ungewöhnlich große Gruppe ausgewilderter Zwerggänse aus einem schwedischen Rettungsprogramm ist in NRW aufgetaucht. Die Jungtiere der seltensten Gänseart Europas landeten in einem Auengebiet im westfälischen Lippborg, . Sie stammen Experten zufolge aus einem schwedischen Schutzprogramm mit rund 60 weiteren Zwerggänsen, die in diesem Jahr in Lappland ausgewildert wurden und sind zum ersten Mal auf dem Weg ins Winterquartier in Richtung der Niederlande. Fachleute halten es aber auch für möglich, dass sie wegen der guten Lebensbedingungen den Winter über an der Lippe-Aue bleiben könnten.

  • Die Jamaika-Sondierungen nehmen immer konkretere Formen an. Die Vorsitzenden von CDU, CSU, FDP und Grünen haben sich auf einen knapp 125 Punkte umfassenden Bearbeitungskatalog in den zwölf zentralen Themenblöcken eines möglichen schwarz-gelb-grünen Bündnisses geeinigt. Das Geheimpapier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. In jeden der zwölf Ober-Punkte sind die jeweils wichtigsten Anliegen der vier möglichen Partner eingeflossen, meist mit je fünf bis zehn Einzelaspekten. Die Auflistung sagt noch nichts darüber aus, welche Kompromisse es später tatsächlich gibt.

  • Im Jemen droht nach Einschätzung der Vereinten Nationen wegen der saudi-arabischen Blockade eine Hungersnot, die die Leben von Millionen Menschen bedroht. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition blockiert die See- und Flughäfen. Es werde die größte Hungersnot sein, die die Welt seit vielen Jahrzehnten gesehen hat - mit Millionen von Opfern,warnte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcok. Im bettelarmen Jemen tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg.

  • Der Autohersteller Opel verzichtet bei seinem Neustart auf betriebsbedingte Kündigungen. Auch Werkschließungen seien nicht geplant, berichtete das vom französischen PSA-Konzern übernommene Unternehmen am Donnerstag in Rüsselsheim. Die genaue Ausgestaltung wie auch der Zeitraum ist allerdings noch Gegenstand von Verhandlungen mit den Arbeitnehmern. Bis Ende 2018 sind die rund 19.000 Opel-Beschäftigten in Deutschland ohnehin vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt.

  • Beim Besuch von US-Präsident Donald Trump in China sind weitere Wirtschaftsabkommen mit einem Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar geschlossen worden. In Anwesenheit von Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping unterzeichneten chinesische und amerikanische Unternehmen in der Großen Halle des Volkes eine ganze Reihe unterschiedlichster Vereinbarungen. Am Vortag waren bereits Abkommen mit einem Umfang von neun Milliarden US-Dollar unterschrieben worden. Zu den Vereinbarungen gehörten feste Verträge, aber auch nur Absichts- oder Rahmenerklärungen.

  • Ein britischer Tüftler hat den Geschwindigkeitsrekord mit einem düsenbetriebenen Anzug gebrochen. Wie Guinness World Records mitteilte, sauste Richard Browning mit 51,53 Kilometern pro Stunde über einen See nahe Reading östlich von London. Er ist damit der schnellste Mensch der Welt in einem düsenbetriebenen Anzug. Browning zeigte sich glücklich über den gelungenen Rekordversuch, kündigte aber gleich an, nachzulegen. „Ich glaube wirklich, dass wir das noch einmal überbieten können“, sagte er der Mitteilung zufolge.

Das wird heute spannend oder wichtig:

  • Für Bergleute im Ruhrgebiet und Bergbaurentner geht es heute um jede Menge Kohle: Sie haben jahrzehntelang gratis Kohle als Deputat bekommen, um günstig zu heizen. Jetzt soll es nach dem Ende der RAG nur noch eine Abfindung geben. Dagegen klagen Bergleute vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm. Etliche Kläger wollen einfach nur weiter die kostenlose Kohle bekommen, weil sie damit noch heizen. Das hat Tradition im Ruhrgebiet. Immerhin besteht für Rentner ein Mindestanspruch von 2,5 Tonnen im Jahr. Aktive Bergleute bekommen sogar sieben Tonnen.

  • Der Vorsitzende der Justizministerkonferenz, Herbert Mertin, hat sich für eine Verkürzung von Mammut-Strafverfahren ausgesprochen. „Es muss ein Weg gefunden werden, solche Verfahren zu straffen, auch weil die Bürger zügige Entscheidungen erwarten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Heute beraten die Ressortchefs von Bund und Ländern in Berlin über das Thema. Vorgesehen ist, eine Arbeitsgruppe mit dem Bundesjustizministerium einzurichten, die sich mit der Frage umfangreicher Strafverfahren befasst. Im Gespräch ist die Bündelung der Interessen von Nebenklägern. Außerdem beraten die Justizminister über eine höhere Entschädigung für Menschen, die zu Unrecht im Gefängnis saßen.

  • Der zuständige EU-Ausschuss berät in Brüssel abermals über eine weitere Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat. Ob abgestimmt wird oder ein Votum erneut verschoben wird, war zunächst offen. Die bisherige Lizenz läuft Mitte Dezember aus. Die EU-Kommission wollte ursprünglich eine Verlängerung der Lizenz um zehn Jahre. Weil sich dafür keine Mehrheit abzeichnete, hatte die Brüsseler Behörde davon aber Abstand genommen und zuletzt eine Verlängerung um fünf Jahre vorgeschlagen. Das Herbizid gilt als sehr wirksam und wird massenhaft eingesetzt, steht aber im Verdacht, Krebs zu erregen.

  • Der Tod eines Partygastes durch K.o.-Tropfen wird ab heute vor dem Bamberger Landgericht neu aufgerollt. Wenige Tage vor Weihnachten 2014 hatte der Angeklagte den Ermittlungen zufolge auf eine Party hoch dosiertes, flüssiges Ecstasy mitgebracht. Die Plastikflasche soll der Angeklagte auf dem Wohnzimmertisch abgestellt und auch vor dessen Inhalt gewarnt haben. Zwei Männer - 24 und 27 Jahre alt - tranken aus der Flasche und wurden wenig später bewusstlos. Ein Mann entkam knapp dem Tod, der andere starb.

  • Vier Monate nach den Krawallen am Rande des G20-Gipfels muss Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz dem Sonderausschuss der Bürgerschaft Rede und Antwort stehen. Bei der Befragung soll es unter anderem darum gehen, wie der SPD-Bundesvize zu seinen positiven Prognosen vor dem Treffen der Staats- und Regierungschefs gekommen ist.

  • Urteil im Prozess gegen einen mutmaßlichen Spion aus der Schweiz: Das Oberlandesgericht Frankfurt entscheidet im Fall des ehemaligen Polizeibeamten (54), der laut Anklage im Auftrag eines Schweizer Geheimdienstes zwischen 2011 und 2015 die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung ausspioniert haben soll. Hintergrund der Spionageaktion sind die von NRW gekauften CDs mit Daten deutscher Steuerbetrüger.

  • Nach mehreren Unterbrechungen und teils wochenlangen Ausfällen soll auch der NSU-Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Terrorhelfer in München weitergehen. Offen ist, ob das Oberlandesgericht München den Hinterbliebenen der NSU-Mordopfer und den Geschädigten der beiden NSU-Sprengstoffanschläge das Wort für ihre Plädoyers erteilt.

  • Nach vier Wochen Pause verhandeln Großbritannien und die Europäische Union heute und morgen wieder über den Brexit. Nötig seien weitere Fortschritte bei den drei Kernthemen, erklärte EU-Chefunterhändler Michel Barnier vorab über Twitter. Dabei geht es um finanzielle Verpflichtungen Großbritanniens für gemeinsame Entscheidungen während der EU-Mitgliedschaft, um die künftigen Rechte von EU-Bürgern in Großbritannien sowie von Briten in der EU und um die Zukunft der irisch-nordirischen Grenze.

Hier geht es zum täglichen Update von Borussia Dortmund und Schalke 04.


Heute vor..

...120 Jahren gründet der Priester Lorenz Werthmann den „Caritasverband für das katholische Deutschland“. Heute ist der Deutsche Caritasverband mit mehr als 600.000 Angestellten der größte privatrechtliche Arbeitgeber Deutschlands.

Das ist in den sozialen Netzwerken los:

Seit gestern erlaubt Twitter 280 statt der bisherigen 140 Zeiche pro Tweet. Das erregt die Gemüter und es gibt auch jede Menge kreative Vorschläge zur Verwendung der neuen Zeichen.

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