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Tunesien will Augsburger Khedira in Nationalmannschaft

Augsburg. Neben Weltmeister Sami Khedira könnte bei der WM auch dessen Bruder Rani auflaufen - allerdings nicht zwangsläufig im deutschen Dress. Um die Dienste des Augsburgers buhlt nämlich Tunesien. Mit einer Entscheidung will sich der Profi zeit lassen - und klingt skeptisch.

Tunesien will Augsburger Khedira in Nationalmannschaft

Augsburgs Rani Khedira denkt über ein Engagemant in Tunesiens Nationalmannschaft nach. Foto: Stefan Puchner

Der tunesische Fußball-Verband will Rani Khedira vom FC Augsburg überzeugen, für das Nationalteam des nordafrikanischen WM-Teilnehmers zu spielen.

„Fakt ist: die wollen. Der Verband hat offiziell angefragt“, sagte der Mittelfeldprofi dem „Kicker“. Der 23 Jahre alte Bruder von Weltmeister Sami Khedira besitzt die deutsche und tunesische Staatsbürgerschaft, hat in der Jugend aber stets für Teams des DFB gespielt. Mit Tunesien winke ihm dagegen eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland.

„Ich habe mich dazu noch nicht entschieden“, sagte Khedira dem Fachblatt zum Angebot aus Tunesien. „Ich möchte erst einmal in der Bundesliga Fuß fassen und mich weiterentwickeln. Ich will mal die nächsten zehn Spiele spielen und dann können wir uns irgendwann im Frühjahr zusammensetzen und gucken, ob es für beide Seiten passt.“

Der Defensivakteur, der sich nach seinem Wechsel im Sommer von Leipzig zum FCA zum Bundesliga-Stammspieler entwickelte, klingt eher skeptisch: „Fakt ist, ich spreche kein Arabisch, kein Französisch. Ich kenne kaum einen Spieler von da. Es ist was komplett anderes. Es muss Sinn für beide Seiten machen. Ich muss dem Land helfen können, das Land muss mir helfen können und wenn das nicht gegeben ist, braucht man es nicht machen, weil es dann in die Hose geht.“

Bereits in der vorigen Woche hatte Tunesiens Nationaltrainer Nabil Maaloul im tunesischen Radio von Gesprächen mit dem Augsburger berichtet. „Er ist ein großartiger Mittelfeldspieler und in der Bundesliga aktiv“, sagte der Coach dem Sender Mosaique FM. Für die WM im kommenden Jahr in Russland sei es das Ziel, Spieler in die Nationalmannschaft zu holen, die auch außerhalb von Tunesien erfolgreich sind, sagte Maaloul. Neben Khedira gäbe es auch Gespräche mit Torhüter Moez Hassan aus der französischen Ligue 1.

Tunesien hatte sich mit einem Unentschieden im letzten Spiel gegen Libyen für die WM in Russland 2018 qualifiziert und steht damit zum fünften Mal bei einer WM Endrunde.

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