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Uni: Protest gegen Auftritt von ehemaligem RAF-Terroristen

Bonn. Ein geplanter Auftritt des ehemaligen RAF-Terroristen Lutz Taufer hat bei einigen Studenten in Bonn für Protest gesorgt. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) sprach sich am Dienstag dagegen aus, die Veranstaltung aus studentischen Mitteln zu finanzieren. Dies hatte das Studentenparlament zuvor mit den Stimmen der Jusos, der Grünen Hochschulgruppe und der LUST (Liste undogmatischer Studenten) gebilligt.

Die Veranstaltung am Dienstagabend wird von einem studentischen Arbeitskreis organisiert, sie findet aber nicht in den Gebäuden der Hochschule statt. In einem Beitrag auf Facebook verteidigte die Juso-Hochschulgruppe die Einladung Taufers: „Selbstverständlich lehnen wir jede Form von Terrorismus ab. Wir sind aber auch der Meinung, dass jemand der seine Strafe abgesessen hat und sich heute von seinen Taten distanziert eine zweite Chance verdient hat.“

Lutz Taufer war 1975 an der Besetzung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Stockholm beteiligt. Dabei starb ein Militärattache durch Schüsse, ein Terrorist wurde Opfer einer eigenen Handgranate. Der Botschaftsrat erlag später seinen Schussverletzungen, ein zweiter Terrorist starb an den Verletzungen durch eine Explosion. Taufer wurde 1995 nach 20 Jahren Haft entlassen.

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