Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Verschollenes U-Boot: Wasser im Schnorchel verursachte Brand

Buenos Aires. Seit fast zwei Wochen ist die „ARA San Juan“ verschollen. Mit Schiffen, Flugzeugen und Tauchrobotern wird nach dem U-Boot gesucht. Ein interner Bericht zeigt nun, dass wahrscheinlich Wasser im Belüftungssystem einen Brand an Bord verursacht hat.

Verschollenes U-Boot: Wasser im Schnorchel verursachte Brand

Das U-Boot „ARA San Juan“ im Jahr 2011 im Marine-Industriekomplex Cinar in Buenos Aires. Foto: Mario Defina/Archiv

In der letzten Funkverbindung des vor knapp zwei Wochen verschollenen argentinischen U-Boots hat der Kapitän einen Kurzschluss und Schwelbrand im Batteriesystem gemeldet.

Das geht aus einem internen Bericht der argentinischen Kriegsmarine hervor, der vom Nachrichtensender A24 veröffentlicht wurde. An Bord befanden sich 44 Besatzungsmitglieder.

„Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte Kurzschluss und Schwelbrand“, heißt es in der veröffentlichten Transkription der Funkverbindung der „ARA San Juan“ vom 15. November. Die Bug-Batterien seien außer Betrieb, das U-Boot navigiere mit den Heck-Batterien weiter. Zweieinhalb Stunden nach dieser Verbindung verzeichneten internationale Meeressonden eine Explosion auf der mutmaßlichen Position des U-Boots.

Der Marinesprecher Kapitän Enrique Balbi erklärte, zu dem Kurzschluss an Bord sei es gekommen, weil Wasser über den Schnorchel in das U-Boot gelangt sei. Zum Zeitpunkt des Vorfalls gab es hohen Wellengang von über sechs Metern auf der Route des U-Boots im Südatlantik. Die Marine hatte wiederholt gesagt, dass die Batteriepanne nach Angaben des U-Boot-Kapitäns behoben worden sei.

Eine internationale Suchmission durchkämmt die Region des Südatlantiks vor der argentinischen Küste, in der das in Deutschland gebaute U-Boot vermutlich auf Grund gegangen ist. Unter anderem nehmen ein ferngesteuertes Mini-U-Boot der US-Navy und ein russisches Rettungs-U-Boot an der Suche teil.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ausland

Täter nach versuchtem Terroranschlag in New York angeklagt

New York. Nach dem versuchten Terroranschlag in New York ist der Täter angeklagt worden. Laut den Ermittlern schrieb er kurz vor seiner Tat noch eine Nachricht auf Facebook - sie war an Donald Trump gerichtet.mehr...

Ausland

Friedensforscher: Waffenverkäufe nehmen weltweit wieder zu

Stockholm. Fünf Jahre lang gingen die Waffenverkäufe auf der Welt zurück. Doch laufende militärische Konflikte sorgen für eine Trendwende. Von der profitieren vor allem Rüstungsriesen in den USA.mehr...

Ausland

Haftbefehl gegen Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner

Buenos Aires. Die Justiz erhebt Anklage gegen Ex-Präsidentin Kirchner wegen Vaterlandsverrats und Behinderung der Ermittlungen eines Attentats. Sie soll iranische Drahtzieher in Schutz genommen haben.mehr...

Ausland

U-Boot-Drama: Argentinien stellt Suche ein

Buenos Aires. Tagelang wurde gebangt, die Angehörigen sind verzweifelt und wütend. Die argentinische Marine erklärt die 44 Besatzungsmitglieder des U-Boots „ARA San Juan“ de facto für tot - die Suche wird eingestellt.mehr...

Ausland

Verzweifelte Suche nach U-Boot im Südatlantik dauert an

Comodoro Rivadavia. Seit eineinhalb Wochen ist die „ARA San Juan“ verschollen. Mit Schiffen, Flugzeugen und Tauchrobotern wird nach dem U-Boot gesucht. Noch wollen viele Angehörige der 44 Besatzungsmitglieder die Hoffnung nicht aufgeben.mehr...

Ausland

Regierungspartei deutet Straffreiheit für Mugabe an

Harare. Nach dem Rücktritt des Langzeitpräsidenten von Simbabwe, Robert Mugabe, dürfen er und seine Frau Grace im Land bleiben und müssen wahrscheinlich keine Strafverfolgung fürchten.mehr...