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Viel Arbeit für Kinderärzte

Viel Arbeit für Kinderärzte

Es gibt mehr Babys in Lünen, mehr Familien ziehen in die Stadt. Das bedeutet mehr Arbeit für die Kinderärzte.Foto DPA Foto: picture alliance / dpa

In den Kinderarztpraxen sind die Wartezimmer oft voll. Denn es gibt mehr Kinder in Lünen. Mehr Geburten und viele Familien, die nach Lünen ziehen, sorgen dafür, dass auch Kinderärzte mehr zu tun haben. Eine Mutter berichtet, dass sie mit ihren drei Kindern hierher gezogen ist, aber keinen Arzt findet. Andere haben positive Erfahrungen gemacht: Kinderärzte hätten trotz der vielen Arbeit Zeit für ihre kleinen Patienten. Von mehr Arbeit sprechen auch die Kinderärzte. Das Problem ist, das Lünen mit sieben Kinderärzten als „überversorgt“ gilt. Es gibt eine Bedarfsplanung. Die gilt bei Fachärzten, und dazu zählen die Kinderärzte, für den Kreis Unna. Danach soll ein Arzt für 3527 Kinder und Jugendliche zuständig sein. 27 Kinderärzte arbeiten im Kreis Unna. Umgerechnet heißt das: Es gibt eine ärztliche Versorgung von 132,6 Prozent. Ab 110 Prozent spricht man von einer Überversorgung. Nach diesen Zahlen darf sich kein weiterer Kinderarzt im Kreis Unna niederlassen. Allerdings werden jährlich Daten ausgewertet und bei Veränderungen angepasst. Das muss allerdings vom Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen beschlossen werden. Das könnte im kommenden Jahr passieren.

Magdalene Quiring-Lategahn

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