Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Vier von fünf Arbeitnehmern klagen über psychische Belastung

Berlin/Stuttgart (dpa/tmn) Der psychische Druck am Arbeitsplatz steigt. Laut einer neuen Umfrage klagen sehr viele Beschäftigte über hohe Belastungen. Eine Berufsgruppe ist davon besonders betroffen.

Vier von fünf Arbeitnehmern klagen über psychische Belastung

Der psychische Druck am Arbeitsplatz wächst. Foto: Oliver Berg/dpa

Körperlich anstrengend ist die Arbeit in Deutschland nur für eine Minderheit der Beschäftigten. Gleichzeitig klagt ein Großteil der Berufstätigen über hohen psychischen Druck. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Prüforganisation Dekra hervor.

Knapp vier von fünf Arbeitnehmern (79 Prozent) stufen die psychische Belastung an ihrem Arbeitsplatz demnach als eher hoch oder sehr hoch ein - und das quer über alle Berufs- und Altersgruppen hinweg.

Besonders hoch ist die psychische Belastung demnach für Beamte - 92 Prozent erleben ihren Job hier so. Aber auch bei den Arbeitern und den jüngeren Arbeitnehmern bis 34 ist die Quote mit 78 beziehungsweise 74 Prozent nicht gerade klein.

Größere Unterschiede gibt es dagegen, wenn es um die körperliche Belastung geht: 78 Prozent der Arbeiter stufen sie als eher hoch oder sehr hoch ein, bei den Angestellten und den Beamten tut das jeweils nur ein gutes Drittel (37 und 35 Prozent). Insgesamt empfinden 41 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland ihren Job als körperliche Belastung.

Unterstützung vom Arbeitgeber gibt es dabei nur selten: Bei 33 Prozent der Arbeitnehmer bietet er zum Beispiel eine gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung an. Kooperationen mit Sport- oder Fitnessstudios gibt es immerhin an 28 Prozent der Arbeitsplätze - gesundes Kantinenessen aber nur bei einem Fünftel der Befragten (20 Prozent). Bei den Beamten liegt die Quote für derartige Angebote in der Regel etwas höher, für Arbeiter dagegen meist deutlich unter dem Durchschnitt.

Für die Studie hat Forsa im Juli 2017 etwa 1000 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Leben : Beruf und Bildung

Gericht: Mann kann nicht Gleichstellungsbeauftragter werden

Greifswald (dpa) Männliche Beschäftigte im öffentlichen Dienst Mecklenburg-Vorpommerns dürfen nicht Gleichstellungsbeauftragte werden und diese auch nicht wählen. Das Landesverfassungsgericht hat die Klage eines Landesbeamten zurückgewiesen - der reagiert enttäuscht.mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Kreuzfahrt-Reeder suchen neue Crews - in Berlin

Berlin (dpa/bb) Ob Fitness-Profi, IT-Experte oder Frisör - auf einem Kreuzfahrt-Schiff kommen viele Berufsgruppen zum Einsatz. Und die Nachfrage nach Arbeitskräften ist groß in der Branche. Auf einer Jobmesse in Berlin können sich Interessierte informieren.mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Knapp sieben Prozent der Studenten studieren in Teilzeit

Berlin (dpa) Beruf, Krankheit, Familie: Es kann viele Gründe für ein Teilzeitstudium geben. Und doch ist Teilzeit im Studium immer noch die Ausnahme - zumindest offiziell.mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Teilzeit und Befristung stark gestiegen

Berlin (dpa) Befristet, in Teilzeit und auf Abruf - diese Form der Arbeit hat sich in den vergangenen Jahren weiter ausgebreitet. Die Antworten der Bundesregierung auf Anfragen der Linken und der Grünen geben Aufschluss über die jüngsten Entwicklungen auf dem Jobmarkt.mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Das Phänomen der Bumerang-Mitarbeiter

Abschiedsumtrunk, Abschlusszeugnis, und dann auf Nimmerwiedersehen. Eine Trennung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer war früher oft eine Trennung für immer. Doch heute kehren Berufstätige immer häufiger an ihre alte Wirkungsstätte zurück - als Bumerang-Mitarbeiter.mehr...

Leben : Beruf und Bildung

Urlaub ist auch in der Probezeit erlaubt

Dortmund (dpa/tmn) In der Probezeit dürfen sich Arbeitnehmer keine Fehler erlauben. Deswegen nehmen sie in dieser Periode meistens keinen Urlaub. Doch verboten ist das nicht. Es gibt lediglich eine Einschränkung.mehr...