Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

„Watergate XV“: Neue Compilation zum Club-Jubiläum

Hamburg. Der Berliner Club veröffentlicht im November auf seinem hauseigenen Label 25 neue Tracks im typischen Watergate-Sound.

„Watergate XV“: Neue Compilation zum Club-Jubiläum

„Watergate XV“: Knuffiges Cover, schöne Compilation. Foto: Watergate Records

Der Berliner Club Watergate feiert sein fünfzehnjähriges Bestehen und veröffentlicht zum Jubiläum auf dem neuen „Watergate XV“-Sampler 25 exklusive Tracks nahestehender Musikproduzenten und DJs.

Das Watergate wurde 2002 an der Oberbaumbrücke im damals nicht wirklich Club-erprobten Kreuzberg eröffnet. 2008 gründeten die Betreiber das gleichnamige Plattenlabel, um damit einem größeren Publikum den Zugang zum musikalischen Clubleben zu ermöglichen. Auf der ersten CD-Veröffentlichung „Watergate 01“ fand sich dann passenderweise auch ein DJ-Set von Onur Özer, der häufig auf den erfolgreichen „Vakant vs. Dumb-Unit“-Partys spielte. Der erste Vinyl-Release mit exklusiven Tracks folgte bereits 2009 mit der „Tuncan EP“ von Martyn/dOP.

2012 feierte der Club seinen zehnten Geburtstag, der gebührend auf dem hauseigenen Label mit der Veröffentlichung des „Watergate X“-Samplers begleitet wurde. Zum fünfzehnjährigen Jubiläum erscheint jetzt die Compilation „Watergate XV“ mit exklusiven Tracks von Resident-DJs wie Mathias Meyer oder Tiefschwarz und engen Weggefährten wie Butch oder Steve Bug auf den üblichen verdächtigen Formaten inklusive Doppel-CD.

Den Anfang auf der ersten CD macht der langjährige Watergate-Begleiter Henrik Schwarz mit seinem Track „Kantine“ und liefert damit einen perfekt produzierten Spannungsaufbau mit makellosem Piano-Sound. Der Club-Resident Jimi Jules hält diese Spannung mit seinem gekonnt versponnenen zweiten Stück „Every Detail“, das auch gut auf die diesjährige Cocoon-Compilation (zum Beispiel neben Baba Stiltz) gepasst hätte. Deutlich geradliniger und harmonischer zeigen sich im Anschluss Matthias Meyer & Ryan Davis mit dem in wunderschönen Flächen ertrinkenden „Hope“. Perfekt dazu passt das traumhafte und wie üblich mit einem unendlich langen Break produzierte „Arkkaim“ von Gorje Hewek & Izhevski.

Floyd Lavine & Gumz ziehen dann das Tempo mit der effektiven TechHouse-Nummer „Black Note“ deutlich an. Und wem auch das noch zu harmlos ist, der findet sicher weiter hinten auf der ersten CD an Marco Resmanns „Beehive“ gefallen, das sehr dynamisch mit nur geringen Variationen heftig auf der Stelle hüpft.

Die zweite CD wird von Butch, einem ebenfalls langjährigen Weggefährten, mit dem Track „Nowhere“ im „Der Räuber und der Prinz“-Sound eröffnet. Darauf folgen das nie enden wollende „Amanacer“ von Solomun, die klassische House-Produktion „1PM Sunrise“ von Rodriguez Jr. und das in bester Aus Music Tradition entspannt-groovende „Sacbe“ von Lee Jones. Oliver Koletzki und Adana Twins läuten dann den heftigeren Teil der zweiten CD ein, bevor das Kollektiv Turmstraße mit dem wunderbar richtungslosen dreizehnten Track „Kisses In The Dark“ die Compilation bei ruhigen 117 BPM abschließt.

Der Berliner Club an der Oberbaumbrücke versammelt auf seiner aktuellsten Veröffentlichung das Who Is Who der DJ- und Produzenten-Szene im unverkennbaren Watergate-Sound. Das Layout der aktuellen Compilation orientiert sich dabei an dem zeitlosen Design des „Watergate X“-Samplers und steht neben den digitalen Formaten auch im opulenten und nerd-gerechten fünffach Vinyl-Boxset inklusive Club-Tickets, CDs und Fotoband bereit.  

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

CD-Kritik

Bei Daniel Kahn trifft Klezmer auf Folk und Punk

Berlin. Daniel Kahn & The Painted Bird sind seit Jahren eine der wildesten, virtuosesten Musikertruppen in der Berliner Szene. Auch das neue Album erfüllt wieder höchste Erwartungen an einen abenteuerlichen Stil-Mix.mehr...

CD-Kritik

Van Morrison: Auf den Spuren der großen Jazzsänger

Berlin. Der Mann ist auch mit 72 noch ein Workaholic: Nur gut zwei Monate nach seinem weltweit erfolgreichen Blues-Paradestück „Roll With The Punches“ bringt Van Morrison schon wieder ein neues Album heraus - diesmal mit äußerst entspannt interpretierten Jazz-Klassikern.mehr...

CD-Kritik

Sternstunde der Eagles: „Hotel California“ deluxe

Berlin. In Zeiten sinkender CD-Verkäufe lockt die Musikbranche mit hochwertigen Luxus-Ausgaben ikonischer Alben. Dieses Jahr lagen eine Menge solcher Prachtboxen in den Läden. Nun kommt auch noch die „40th Anniversary Deluxe Edition“ eines Eagles-Meisterwerks hinzu.mehr...

CD-Kritik

Rolling Stones: Neues Album mit alten Radioaufnahmen

London. Pünktlich zu Weihnachten veröffentlichen die Rolling Stones ein Album mit Radiomitschnitten des britischen Senders BBC. Die musikalische Zeitreise zu den wilden Anfängen der Band klingt erstaunlich gut.mehr...

CD-Kritik

Neil Young: Wehmut und Wut über die Wahlheimat

Berlin. Schon für George W. Bush forderte Neil Young vor zehn Jahren die Amtsenthebung. Jetzt feuert der unerschütterliche Gitarrenrocker seine Protestsalven gegen einen anderen US-Präsidenten ab. Die Songs von „The Visitor“ schwanken zwischen Wut und Wehmut.mehr...