Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Wehrbeauftragter: „Vertrauenskrise ist nicht beseitigt“

Berlin. Nach Bekanntwerden des Falls des rechtsextremen Oberleutnants Franco A., der sich als Flüchtling ausgab und mit Kameraden einen Terroranschlag geplant haben soll, geriet von der Leyen selbst enorm unter Druck.

Wehrbeauftragter: „Vertrauenskrise ist nicht beseitigt“

„Die Vertrauenskrise ist nicht beseitigt“, sagt Hans-Peter Bartels. Foto: Rainer Jensen

Ein halbes Jahr nach Bekanntwerden des Skandals um den terrorverdächtigen Bundeswehrsoldaten Franco A. herrscht nach Worten des Wehrbeauftragten zwischen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und vielen Soldaten weiterhin eine tiefe Vertrauenskrise.

„Die Vertrauenskrise ist nicht beseitigt“, sagte Hans-Peter Bartels der Nachrichtenagentur dpa. „Die Stimmung begegnet einem überall.“ Es gebe zwar ein erkennbares Interesse der Ministerin, an der Vertrauensbasis der Truppe zu arbeiten. Aber: „Das muss sie auch“, sagte Bartels. „Wenn sie Ministerin bleibt, muss sie den Riss kitten.“

Sie hatte damals der Truppe in einem Fernsehinterview vor einem Millionenpublikum ein „Haltungsproblem“ und „Führungsschwäche“ attestiert. Sie entschuldigte sich danach mehrfach, nahm die Äußerungen aber nicht zurück.

Nicht nur politische Gegner, auch Soldaten warfen ihr vor, Vorgänge aufgebauscht und sich auf Kosten der Truppe selbst inszeniert zu haben. Die Soldaten hätten ihr immer noch nicht verziehen, sagte Bartels. Sie seien aber auch von ihren militärischen Vorgesetzten enttäuscht, dass diese sich nicht vor sie gestellt hätten. „Die Soldaten fragen gelegentlich, warum die militärische Führung nicht widersprochen hat.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Inland

Rechnungshof stellt niedrige Diesel-Besteuerung infrage

Berlin. Die Staatskassen sind voll wie lange nicht mehr. Aber geht die Politik auch sorgsam mit ihren Einnahmen um? Da ist noch Luft nach oben, meinen die Rechnungsprüfer des Bundes. Und deuten auf den immer umstritteneren Diesel-Kraftstoff.mehr...

Inland

Seehofer fordert schnelle und disziplinierte Verhandlungen

München/Berlin. Der Druck auf SPD, CDU und CSU vor den Gesprächen über die nächste große Koalition ist groß. CSU-Chef Seehofer mahnt alle Beteiligten zur Eile und warnt vor fehlendem Verantwortungsbewusstsein.mehr...

Inland

Brennende Israel-Fahnen: Zentralrat will schärfere Gesetze

Berlin. Die Fahne eines Staates anzuzünden, ist eine bewusste Provokation. Strafbar ist das aber nur in bestimmten Fällen. Dem Zentralrat der Juden ist das nicht genug. Wäre eine Gesetzesverschärfung sinnvoll?mehr...

Inland

„KoKo“ statt „GroKo“? SPD-Idee stößt auf Unions-Widerstand

Berlin. Eine Koalition mit Luft für etwas Opposition? So ungefähr stellt sich eine wachsende Zahl von SPD-Politikern ein mögliches erneutes Bündnis mit der Union vor. Die CDU kritisiert: Halb regieren geht nicht.mehr...

Inland

Bundestag verlängert Einsätze der Bundeswehr um kurze Zeit

Berlin. Mali, Afghanistan, Syrien: Die Bundeswehr ist weltweit in Konfliktregionen im Einsatz. Der Bundestag verlängert nun die wichtigsten Missionen der Truppe - und zwar in einem Rutsch. Unumstritten sind die Einsätze nicht.mehr...