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Welche Regeln gibt es in klassischen Einwanderungsländern?

Berlin. Klassische Einwanderungsländer wie Kanada und Australien regeln die Zuwanderung über ein Punktesystem.

Welche Regeln gibt es in klassischen Einwanderungsländern?

Die kanadische Flagge an einem Boot. Das Land zählt zu den klassischen Einwanderungsländern. Foto: Carmen Jaspersen

KANADA: Hier wendet sich die Einwanderungspolitik vor allem an qualifizierte Arbeitskräfte. Das wird per Test und Punktesystem überprüft. Wer legal einwandern möchte, muss mindestens 67 von 100 Punkten erreichen. Getestet werden etwa Bildungsgrad sowie Englisch- und Französischkenntnisse. Besonders viele Punkte bekommen jene, die schon ein Job-Angebot haben, jung sind und bereits längere Zeit im Land gelebt haben. Neuerdings gibt es auch Punkte dafür, wenn schon Geschwister dauerhaft in Kanada leben oder kanadische Bürger sind.

AUSTRALIEN: Hier gibt es ein ähnliches Punktesystem. Wenn sich ein Ausländer dauerhaft auf dem Kontinent niederlassen möchte, spielen Ausbildung, Sprachkenntnisse, Berufserfahrung und Alter eine Rolle. Dazu gehört auch ein Multiple-Choice-Test mit Fragen zu Demokratie, Gesetzen, Regierung und Landeskunde. Gefragt sind Mangelberufe. Neuankömmlinge sollten jünger als 45 Jahre alt sein.

USA: Wer dauerhaft in den USA wohnen und arbeiten möchte, braucht eine „Green Card“. Gute Aussichten hat nur, wer etwa besonders qualifiziert oder mit einem US-Staatsbürger verheiratet ist oder in den USA investieren will. Die Einwanderungsbehörde veranstaltet seit 1990 zudem eine Lotterie, die jedem die Chance gibt, eine „Green Card“ zu gewinnen. Ein Computer entscheidet nach dem Zufallsprinzip.

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