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Wenn Fahrzeuge zur Terror-Waffe werden

New York. Berlin, Barcelona, New York - wenn Attentäter das Gaspedal durchdrücken, werden aus Fahrzeugen tödliche Rammböcke.

Vor allem in den vergangenen knapp anderthalb Jahren haben Terroristen in Westeuropa immer wieder Lastwagen oder Autos für Angriffe auf die Zivilbevölkerung genutzt. Autos, Last- und Lieferwagen wie jetzt ein Pick-up-Truck in New York sind unverdächtig und leicht zu beschaffen.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) forderte mehrfach dazu auf, „Ungläubige“ zu überfahren. Wegen der oft hohen Zahl der Opfer erregen solche Attacken große Aufmerksamkeit.

Blickpunkt Nizza: Ein islamistischer Attentäter 2016 raste am französischen Nationalfeiertag 14. Juli mit einem Lastwagen in Passanten, tötete 86 Menschen und verletzte mehr als 200.

Auch in Berlin nutzte ein Attentäter einen Lkw als Waffe: Mit einem gekaperten Sattelzug steuerte der Tunesier Anis Amri im Dezember 2016 in einen Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, tötete insgesamt zwölf Menschen und verletzte Dutzende.

In London kam es in diesem Jahr bereits zu zwei ähnlichen Anschlägen. Auf der Westminster Bridge überfuhr im März ein Attentäter vier Fußgänger und erstach einen Polizisten, bevor er erschossen wurde. Anfang Juni töteten radikale Islamisten mit einem Transporter drei Menschen auf der London Bridge und erstachen anschließend fünf weitere am Borough Market. Doch auch gegen Muslime wurde ein Fahrzeug in der britischen Hauptstadt genutzt: Aus Hass auf die religiöse Minderheit fuhr ein 47-Jähriger Mitte Juni mit seinem Lieferwagen in eine Menschenmenge nahe einer Moschee. Bilanz: ein Toter, mehrere Verletzte.

Im August lenkten Terroristen Fahrzeuge auf der Flaniermeile Las Ramblas in Barcelona sowie im nahegelegenen Ort Cambrils in Passanten. 16 Menschen wurden getötet, mehr als 120 verletzt.

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