Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Wenn die Kamera mitdenkt: das Huawei Mate 10 Pro im Test

Berlin. Künstliche Intelligenz für bessere Fotos und schlauere Bedienung direkt an Bord: Das und nicht weniger verspricht Huawei für sein neues Android-Spitzenmodell Mate 10 Pro. Aber was bedeutet das konkret? Und wie behauptet sich das Mate gegen die starke Konkurrenz?

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-808991
Rund 800 Euro kostet das Huawei Mate 10 Pro (rechts). Zum halben Preis gibt es das optisch ähnliche Huawei Mate 10 lite (links) mit Mittelklasseaustattung. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-810035
Das Huawei Mate 10 lite (links) hat zwei Linsen für Zoom- und Fokuseffekte. Die leistungsfähigeren Kameras des Mate 10 Pro (rechts) haben eine höhere Sensorauflösung. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809000
Während das Huawei Mate 10 Pro (unten) bereits den verdrehsicheren USB-C-Anschluss hat, müssen Käufer des Huawei Mate 10 lite (oben) noch mit dem älteren Micro-USB-Anschluss Vorlieb nehmen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-808995
Die gemeinsam mit Leica entwickelte Doppelkamera des Huawei Mate 10 Pro ermöglicht einfaches Fotgrafieren. Neben vielen verschiedenen Aufnahmemodi gibt es auch einen Profi-Modus für manuelle Einstellungen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-808998
Gleicher Formfaktor, halber Preis: Das Huawei Mate 10 lite ist eine Alternative für Android-Nutzer, die das Mate 10 Pro mögen, aber die 800 Euro nicht bezahlen möchten. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809006
Ab Werk ist auf den Huawei Mate 10 Pro Android 8 (Oreo) mit Huaweis eigener Oberfläche EMUI installiert. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809007
Der nicht austauschbare Akku des Huawei Mate 10 Pro fasst 4000 Milliamperestunden. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809004
Das Huawei Mate 10 lite hat sogar an der Vorderseite zwei Kameras verbaut. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Ein erfolgreiches Smartphone muss diesen Herbst auf den ersten Blick vor allem eine Sache haben: ein riesiges Display. Nach Samsung, LG, Google und Apple macht auch Huawei hier keine Ausnahme.

Das neue Spitzenmodell Mate 10 Pro besteht von vorn gesehen gefühlt nur aus Bildschirm. Sechs Zoll misst das OLED-Display in der Diagonalen. Huawei folgt hier dem neuen Quasi-Standard der Android-Spitzenklasse: 18:9-Format, Auflösung jenseits der 2000 Pixel (2160 zu 1080 Pixel), tadellose Darstellung. Spiele, Webseiten und Filme sehen auf dem großen Display gut aus, die Farben sind kräftig, der Blickwinkel ist stabil.

Auch der Rest des Mate gibt kaum Grund zur Klage. Wuchtig liegt es in der Hand, Metallrahmen und Glasrückseite sind angenehm griffig. Alle Schalter und der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sind gut erreichbar. Leider stehen die beiden Kameralinsen scharfkantig aus dem Gehäuse hervor. Gut, dass in der Packung gleich eine Silikonhülle beiliegt.

Ab Werk steckt Android 8 mit Huaweis EMUI-Oberfläche im Mate 10 Pro. Sie lässt sich mit wenigen Handgriffen an europäische Sehgewohnheiten anpassen und ansonsten recht leicht bedienen.

Prominent in einem farblich abgesetzten Streifen auf der Rückseite platziert, liegt die gemeinsam mit Leica entwickelte Doppelkamera des Mate 10 Pro. Sie schlägt sich im Alltag sehr gut - wenn man die Qualität einer Kamera daran misst, dass jeder mit ihr gute Fotos machen kann. So gesehen lassen die beiden Linsen keine Wünsche offen. Die Programm-Modi für Nachtaufnahmen, Porträts oder Panoramen unterstützen gut. Wer selbst alle Einstellungen vornehmen möchte, aktiviert mit einem Wisch den Profi-Modus. An Googles Pixel 2 oder Samsungs Note 8 reicht das Kamera-Duo nicht ganz heran, der Abstand zur Spitze ist aber gering.

Herzstück des Mate 10 Pro ist Huaweis selbstentwickelter Prozessor Kirin 970, die nach Unternehmensangaben erste mobile Plattform für Künstliche Intelligenz (KI). Neben den acht Rechenkernen verfügt der Kirin über eine sogenannte Neural Processing Unit (NPU). Sie soll dem Mate zu Maschinenlernfähigkeit verhelfen und schneller Informationen mit Hilfe der vielen Sensoren am Smartphone erkennen und verarbeiten.

Den Einsatz dieser KI merkt man im Alltag eigentlich kaum, da sie eher dezent im Hintergrund werkelt. Etwa beim Einstellen der Kamera, wie Huawei-Chef Richard Yu im Gespräch auf der Elektronikmesse IFA erklärte. Mit intelligenter Objekterkennung „weiß“ die Kamera, was vor der Linse ist und stellt sich entsprechend ein. Sogar schnelle Reaktionen auf verschiedene Szenen während Videoaufnahmen sollen möglich sein. Soweit sich das feststellen lässt, klappt das gut. Mehr von der Intelligenz des Kirin 970 spürt man im Alltag aber nicht.

Insgesamt schlägt sich der Kirin 970 mehr als wacker. Das Mate 10 Pro muss sich hinter mit Qualcomm-Chips bestückten Konkurrenten nicht verstecken. Auch der große Akku mit 4000 Milliamperestunden Kapazität ist gut bemessen. Einen Tag intensive Nutzung schafft das Mate 10 Pro locker, auch noch den Morgen des nächsten Tages. Weiteres interessantes Detail: Das Mate 10 Pro ist ein Dual-SIM-Gerät mit zwei vollwertigen Kartenschächten. Soll heißen: Es gibt kein Entweder-oder mehr - beide genutzten SIM-Karten können über LTE verfügen.

Das Huawei Mate 10 Pro ist ab Mitte November für rund 800 Euro ohne Vertrag verfügbar. Mit dem Mate 10 lite hat Huawei aber noch einen soliden Herausforderer in den eigenen Reihen. Bei annähernd gleichem Formfaktor gibt es einen LCD- statt eines OLED-Bildschirms, etwas weniger Rechenleistung, keinen Neuralnetz-Prozessor und keine Leica-Kameras. Außerdem statt Android 8 „nur“ den Vorgänger und statt USB-C „nur“ Micro-USB. Dafür aber für rund 400 Euro ein Smartphone mit Riesenbildschirm, ordentlicher Doppelkamera und Klinkenstecker für Kopfhörer. Wer die 800 Euro für das Mate 10 Pro nicht aufbringen mag, könnte hier einen günstigeren Ersatz finden.

/
urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-808991
Rund 800 Euro kostet das Huawei Mate 10 Pro (rechts). Zum halben Preis gibt es das optisch ähnliche Huawei Mate 10 lite (links) mit Mittelklasseaustattung. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-810035
Das Huawei Mate 10 lite (links) hat zwei Linsen für Zoom- und Fokuseffekte. Die leistungsfähigeren Kameras des Mate 10 Pro (rechts) haben eine höhere Sensorauflösung. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809000
Während das Huawei Mate 10 Pro (unten) bereits den verdrehsicheren USB-C-Anschluss hat, müssen Käufer des Huawei Mate 10 lite (oben) noch mit dem älteren Micro-USB-Anschluss Vorlieb nehmen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-808995
Die gemeinsam mit Leica entwickelte Doppelkamera des Huawei Mate 10 Pro ermöglicht einfaches Fotgrafieren. Neben vielen verschiedenen Aufnahmemodi gibt es auch einen Profi-Modus für manuelle Einstellungen. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-808998
Gleicher Formfaktor, halber Preis: Das Huawei Mate 10 lite ist eine Alternative für Android-Nutzer, die das Mate 10 Pro mögen, aber die 800 Euro nicht bezahlen möchten. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809006
Ab Werk ist auf den Huawei Mate 10 Pro Android 8 (Oreo) mit Huaweis eigener Oberfläche EMUI installiert. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809007
Der nicht austauschbare Akku des Huawei Mate 10 Pro fasst 4000 Milliamperestunden. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

urn-newsml-dpa-com-20090101-171110-99-809004
Das Huawei Mate 10 lite hat sogar an der Vorderseite zwei Kameras verbaut. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Digitales

Apple bringt leistungsstarke Pro-Ausgabe des iMac

Cupertino. Der Mac Pro kommt wieder auf den Markt. Für die Neuauflage hat ihn Apple mit einigen Extras ausgestattet. Damit soll der All-in-one-Rechner vor allem Grafik- und Filmspezialisten zufriedenstellen.mehr...

Digitales

Modernen Smartphones und Kopfhörern fehlt die Klinke

Erlangen. Klinke? Lightning? USB-C? Bluetooth? Wer heute einen Kopfhörer für sein Smartphone kauft, muss sich neben Hersteller, Design und Klang auch noch mit der Frage beschäftigen, ob und welchen Anschluss das gute Stück denn haben darf. Modern ist hier nicht immer erste Wahl.mehr...

Digitales

Sicherheits-Update für iCloud unter Windows installieren

Bonn. Es ist der Alptraum aller User von Cloud-Diensten: Menschen mit bösen Absichten finden eine Sicherheitslücke und gelangen in den Besitz sensibler privater Daten. Um dies auszuschließen, hält Apple ein Software-Update bereit.mehr...

Digitales

„Life is strange“ kommt auf iPad und iPhone

Hamburg. Was ist passiert? In „Life is strange“ sammelt die junge Max Spuren auf der Suche nach einer verschwundenen Schulfreundin. Das Episoden-Abenteuer gibt es nun auch für iOS-Geräte.mehr...

Digitales

Spiele-Charts: Von digitalen Wimmelbildern und Highscores

Auf die Suche, fertig, los: Auf dem iPad wird gerade gesucht und gesucht. Denn das Wimmelbildspiel „Hidden Folks“ verzaubert Spieler mit seinen Schwarzweiss-Zeichnungen. Es steigt neu in die App-Charts ein - und befindet sich in guter Gesellschaft mit tapferen Rittern.mehr...

Digitales

Apps-Charts: Festliche Fotografien und Bewegtbilder

Die Adventszeit ist die Zeit der festlichen Momente und besonderen Augenblicke, die man gerne auf Fotos festhält. Auch in den App-Charts macht sich das bemerkbar. So ist ein Bildbearbeitungs-Tool ganz oben mit dabei, genauso wie ein Klassiker zum Teilen von Fotos.mehr...