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Werth siegt in Stuttgart mit Riesenvorsprung

Stuttgart. Die deutschen Dressurreiterinnen dominieren das Weltcup-Turnier in Stuttgart. Eine ragt dabei besonders heraus und hat ein ehrgeiziges Ziel.

Werth siegt in Stuttgart mit Riesenvorsprung

Isabell Werth gewann auf Weihegold. Foto: Friso Gentsch

Beim Weg in den Stall erhielt Isabell Werth einen besonderen Applaus. Nach dem souveränen Sieg bei der ersten wichtigen Dressurprüfung des Weltcup-Turniers in Stuttgart waren einige ganz besondere Fans schnell aus der Schleyerhalle gelaufen, um der Reiterin noch einmal zuzujubeln.

Fröhlich grinsend winkte die erfolgreichste Reiterin der Welt zurück und erklärte kurz danach: „Das war herrlich, das sind die Pflegerinnen von anderen Reitern.“

Werth begeistert auch die Konkurrenz, denn sie reitet derzeit in einer eigenen Liga. Mit riesigem Vorsprung gewann die 48 Jahre alte Reiterin aus Rheinberg den Grand Prix, die Qualifikation für die Weltcup-Prüfung am Samstagnachmittag. Für den Auftritt mit ihrer Stute Weihegold erhielt sie 82,080 Prozent. „Ich bin happy“, kommentierte Werth den Auftritt mit ihrer Stute: „Am Anfang war sie ein bisschen heiß, später souverän.“

Mit deutlichem Abstand folgte Helen Langehanenberg aus Billerbeck, die mit Damsey (76,060) Zweite wurde. Auch Platz drei ging an eine einheimische Reiterin: Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen lag mit Zaire (74,740) knapp vor der Schwedin Tinne Vilhelmson Silfvén mit Paridon Magi (74,040).

Werth ist derzeit „in einer komfortablen Situation“, wie sie es selber ausdrückt. Neben Weihegold, mit der sie bei der EM drei Goldmedaillen gewann, hat sie in Don Johnson und Emilio zwei weitere Weltklasse-Pferde. „Mein Ziel ist es, alle drei für das Finale zu qualifizieren“, erklärte Werth ihr ehrgeiziges Weltcup-Ziel.

Sie selbst ist als Titelverteidigerin für das Turnier im April in Paris gesetzt und muss keine Punkte bei den Qualifikationen sammeln. Es gibt aber Pflichtstarts für das Pferd, das sie im Finale einsetzen will. „Wenn alles klappt, kann ich dann aussuchen, wenn ich reite.“

Werth scheint derzeit ohne Konkurrenz. Denn Europas zweitbestes Paar wird in der Weltcup-Saison nicht zu sehen sein. Sönke Rothenberger und Cosmo „gehen keine Hallenturniere“, erklärte Bundestrainerin Monica Theodorescu. Der zweimalige Vize-Europameister, der Werth bei der EM in Göteborg in der Kür fast geschlagen hätte, bereitet sein Pferd im Winter vorwiegend daheim in Bad Homburg auf die Freiluftsaison und die WM in den USA vor. „Er hat damit gute Erfahrungen gemacht“, sagte Theodorescu.

Auch für Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage) ist das Weltcup-Finale kein Ziel. Ihr Hengst Desperados war lange verletzt, hatte seinen letzten Auftritt vor einem Jahr in Stuttgart. „Er ist noch nicht im Volltraining“, erklärte die Bundestrainerin: „Er wird erst im Frühjahr wieder bei Turnieren geritten und mit dem Ziel WM vorbereitet.“

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