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Wieder weniger Straftäter verurteilt - Meist Geldstrafen

Wiesbaden. Der Rückgang ist zwar minimal - doch der Trend hält an: Vor deutschen Gerichten werden immer weniger Menschen wegen einer Straftat verurteilt. Zugenommen haben aber Delikte im Straßenverkehr.

Wieder weniger Straftäter verurteilt - Meist Geldstrafen

Im Jahr 2016 wurden 737.873 Menschen wegen eines strafrechtlichen Verbrechens oder Vergehens verurteilt. Foto: Silas Stein/Symboldbild

In Deutschland ist die Zahl der rechtskräftig verurteilten Straftäter erneut zurückgegangen. Insgesamt ahndeten die Gerichte im vergangenen Jahr in 737.873 Fällen ein Verbrechen oder strafrechtliches Vergehen.

Dies waren 0,2 Prozent weniger als 2015, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Die Zahl ist damit seit zehn Jahren rückläufig. 2007 waren noch fast 900.000 Menschen rechtskräftig wegen einer Straftat verurteilt worden.

Wie bereits im Jahr zuvor war die Geldstrafe die häufigste Sanktionsart. Die Gerichte nutzten sie in 568.314 Fällen - die Zahl liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres. 107.831 Menschen wurden zu einer Freiheitsstrafe oder einem Arrest nach dem allgemeinen Strafrecht verurteilt.

Bei weiteren 61.728 Menschen wandten die Gerichte das Jugendstrafrecht an. Davon erhielten 10.033 Personen eine Jugendstrafe, bei 43.901 wurden Zuchtmittel und bei 7.794 Erziehungsmaßregeln nach dem Jugendgerichtsgesetz verhängt.

Bei der Jugendkriminalität gab es bei der Zahl der Verurteilten abermals einen deutlichen Rückgang von mehr als fünf Prozent. Die Statistiker erklärten dies auch damit, dass der Anteil der Jüngeren an der Gesamtbevölkerung sinkt. Fast 90 Prozent aller Verurteilten waren 2016 Erwachsene und in rund 80 Prozent aller Fälle waren es Männer. Etwa jeder Dritte der Verurteilten hatte nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Delikte im Straßenverkehr - darauf entfällt rund ein Fünftel der Fälle - haben um gut zwei Prozent zugenommen. 154 331 Menschen wurden deswegen verurteilt. Wegen Diebstahl oder Unterschlagung verurteilten die Gerichte knapp 139.000 Menschen (minus 0,4 Prozent). Bei Betrug und Untreue waren es 159.000 - ein Minus von mehr als fünf Prozent.

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