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Wiener Schau über den Herbst des Lebens

Wien. Die Haltung gegenüber den Alten hat sich im vergangenen Jahrhundert verändert. Porträts von Oskar Kokoschka oder Anton Koligs zeugen von der Würdigung des Alters, während aktuelle Beiträge einen oft selbstironischen Beitrag leisten.

Wiener Schau über den Herbst des Lebens

„Anti Aging“ aus dem Jahr 2010 von Margot Pilz. Foto: Johannes Stoll/Belvedere

Das Wiener Museum Belvedere will dem Jugendkult die Weisheit des Alters entgegensetzen. Die Ausstellung „Die Kraft des Alters“ versucht mit 188 Werken aus über hundert Jahren mit negativen Stereotypen über den Herbst des Lebens aufzuräumen.

„Das Alter ist nicht nur ein biologischer Prozess, sondern eine kulturelle Konstruktion“, sagte die Kuratorin Sabine Fellner zur Eröffnung. Die Schau im Unteren Belvedere läuft seit Freitag bis März 2018.

Die Schau thematisiert, wie sich die Haltung gegenüber den Alten im vergangenen Jahrhundert verändert hat. Porträts von Oskar Kokoschka oder Anton Koligs zeugen von der Würdigung des Alters, während aktuelle Beiträge einen oft selbstironischen Beitrag leisten. Dazu ist etwa Annie Leibovitz' ikonografische Darstellung vom Popstar Iggy Pops zu sehen, der mit nacktem, faltigem Oberkörper in die Kamera blickt. In Margot Pilz' Bild „Anti Aging“ ist eine weißhaarige Frau im schulterfreien Leibchen zu sehen, die Gewichte stemmt.

Das Thema Einsamkeit und der nahende Tod wird, etwa mit einem Bildnis von Egon Schiele, behandelt. In der Serie „Grandpa Goes to Heaven“ von Duane Michals begleitet ein Junge einen alten Mann beim Sterben, indem dieser mit umgeschnallten Flügeln durch ein Fenster verschwindet.

Auch der humoristische Teil kommt nicht zu kurz: Das männliche Streben nach steter Potenz wird in Renate Bertlmanns „Viagra“ mit einem leuchtenden Phallus auf goldenem Kissen behandelt.

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