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Woche der Abfallvermeidung: „Gib Dingen ein zweites Leben!“

Dessau. Nicht alles, was kaputt geht, gehört gleich in den Müll. Manches Gerät kann repariert werden, bevor es neu angeschafft werden muss.

Woche der Abfallvermeidung: „Gib Dingen ein zweites Leben!“

Reparieren statt wegwerfen. Foto: Fredrik von Erichsen

Nach Ansicht des Umweltbundesamts (UBA) sollten auch Reparaturen außerhalb des Haushalts steuerlich absetzbar sein.

„Wenn der Handwerker ins Haus kommt und die Waschmaschine oder den Fernseher schon vor Ort reparieren kann, ist das steuerlich absetzbar“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger am Montag. „Dasselbe sollte gelten, wenn er das Gerät zur Reparatur mitnehmen muss.“

Das ist ein Vorschlag einer 7-Punkte-Strategie, die das Umweltbundesamt zum Start der Europäischen Woche der Abfallvermeidung (EWAV) vorlegte. Nötig seien unter anderem auch Angaben zur Reparierbarkeit von Produkten und ein Zugang zu Reparaturanleitungen für entsprechende Betriebe.

Das UBA verweist auf drastische Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK): 2013 wurden demnach 8,3 Prozent der Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen, Trockner und Kühlschränke, die jünger als fünf Jahre alt waren, aufgrund von Defekten ersetzt. 2004 seien es nur 3,5 Prozent gewesen.“ Viele langlebige und reparierbare Produkte seien mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet.

„Bei vielen VerbraucherInnen gibt es ein ermutigendes Umdenken“, meinte Florian Pronold, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, mit Blick auf Repair-Cafés oder Käufe von gebrauchten Produkten im Internet und auf Flohmärkten. „Zusätzlich muss es aber darum gehen, dass Produkte wieder langlebiger werden. Geht ein Akku oder ein Ventil kaputt, darf das kein Anlass dafür sein, das komplette Gerät wegzuwerfen.“

Die diesjährige Woche der Abfallvermeidung steht unter dem Motto „Gib Dingen ein zweites Leben!“ und wirbt dafür, mehr zu reparieren und Produkte länger zu nutzen. Deutschlandweit gibt es etwa 1000 Veranstaltungen.

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