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Südwestchina

Zahl der Toten steigt auf 398

Peking Beim stärksten Erdbeben seit Jahren in Chinas südwestlicher Provinz Yunnan sind mindestens 398 Menschen getötet worden. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Rettungskräfte. Das Beben hatte etliche Orte von der Außenwelt abgeschnitten.

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Bei einem Erdbeben in Südwestchina sind mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Foto: Oliver Berg/Symbol

Einsatzkräfte stehen vor eingestürzten Gebäuden.

Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,5 lag in zwölf Kilometern Tiefe unter dem Ort Longtoushan in der Gemeinde Ludian rund 370 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Kunming. Anschließend registrierte Chinas Erdbebenwarte Hunderte von Nachbeben. Fernsehbilder zeigten gewaltige Zerstörungen. Häuser waren nur noch Schrotthaufen. Überall liefen verstörte Anwohner durch die Gegend, zerfetzte Kleidungsstücke lagen auf den Straßen. "Wie nach einem Bombenangriff" Die Anwohnerin Ma Liya sagte: "Ich habe noch nie so eine starke Erschütterung gespürt. "Die Straßen sähen wie nach einem Bombenangriff aus. Das neugebaute, zwei Stockwerke hohe Haus ihres Nachbarn sei einfach zusammengefallen. "Überall sind Ruinen", zitierte Xinhua sie. Sie sei sehr besorgt um die Familie ihres Cousins, die einige Kilometer entfernt genau in der Region des Epizentrums lebe.

Zu viele Gebäude zerstört Polizisten, Feuerwehrleute und Spezialkräfte mit Suchhunden auch aus anderen Regionen wurden mobilisiert. "Es sind einfach zu viele Gebäude zerstört worden. Wie sammeln noch immer Informationen über Verletzte und Tote", sagte ein Dorfvorsteher der Agentur Xinhua. "Die Rettungsfahrzeuge kommen dort nicht hin" Das Beben verschüttete zahlreiche Straßen. „Die blockierten Straßen und Platzregenfälle haben einige Unglücksorte abgeschnitten. Die Rettungsfahrzeuge kommen dort nicht hin“, sagte der Parteichef der Stadt Zhaotong, Liu Jianhua, der Agentur Xinhua. Von Zhaotong aus wird die Rettungsaktion koordiniert. Die Zahl der Rettungskräfte und die Spezialausrüstung reiche nicht aus, klagte Liu. Den Helfern sei es kaum möglich, die verschütteten Straßen zu räumen.  Tausende Rettungskräfte aus dem ganzen Land wurden zu Bergungsmissionen in die Katastrophenprovinz geschickt. Ministerpräsident Li Keqiang besuchte diese am Montag. „Wir müssen jede Möglichkeit zur Rettung nutzen, und die Zahl der Opfer so gering wie möglich halten“, wurde Li zitiert. Der Premier kündigt an, dass die Häuser in der Region nach und nach während der kommenden Tage nach Opfern durchsucht werden sollen. Nirgendwo gibt es so viele Erdbeben Internetnutzer luden Dutzende Bilder hoch, die Szenen aus dem Erdbebengebiet zeigen sollen. Einige klagten, die gewaltige Zerstörung sei ein Zeichen, dass es Pfusch am Bau gegeben haben. Anderenfalls hätten die Gebäude aus Beton besser den Erschütterungen Stand halten müssen.  In China bebt die Erde oft. In nur wenigen Ländern der Welt gibt es so viele Erdbeben. Aber die Erschütterungen vom Sonntag waren die stärksten seit Jahren in der Provinz Yunnan. Seit 14 Jahren hatte die Erde laut Staatsfernsehen CCTV dort nicht mehr so stark gebebt. 

von dpa

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Bei einem Erdbeben in Südwestchina sind mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Foto: Oliver Berg/Symbol

Einsatzkräfte stehen vor eingestürzten Gebäuden.

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