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Zehnter „Spreewaldkrimi“: Zwischen Tod und Leben

Lübbenau. Spreewald-Kommissar Thorsten Krüger (Christian Redl) schwebt in Lebensgefahr. Eine Explosion hat er nur knapp überlebt. War es ein Unfall?

Zehnter „Spreewaldkrimi“: Zwischen Tod und Leben

Schattenwelt im Nebel: Karsten Hellstein (Kai Scheve, r) und Krüger (Christian Redl) gleiten dahin. Foto: ZDF/Hardy Spitz

Ein skurriles Detail im „Spreewaldkrimi“ ist Geschichte. Das Zuhause des kauzigen Kommissars Thorsten Krüger (Christian Redl, 69) - ein etwas schrabbeliges Wohnmobil mitten in der Einsamkeit des Spreewalds - explodiert und brennt nieder.

Der Kommissar überlebt knapp, im Krankenhaus ringen die Ärzte um sein Leben. War es ein Anschlag oder ein Unfall? Das ZDF strahlt die zehnte Episode „Zwischen Tod und Leben“ der Krimireihe an diesem Montag (20.15 Uhr) aus.

Wer den „Spreewaldkrimi“ kennt weiß, dass die Macher gerne mit Mystik, Legenden, Zeit- und Metaebenen arbeiten. Das schlägt dieses Mal wieder voll durch. Der Kriminalfall wird auf vielen Ebenen erzählt, Puzzleteile setzen sich zusammen - erst am Ende herrscht wirklich Klarheit. Der ganze Fall wird vor allem in der Rückschau erzählt. Viele prominente Schauspieler haben Gastauftritte in der Folge, darunter Anna Loos und Anja Kling.

Der Krimi beginnt so: Krüger steht - wie immer in schwarz gekleidet - nachts vor seinem brennenden Wohnmobil. Er befindet sich, wie der Titel der Episode auch heißt, zwischen Tod und Leben. Er ist quasi Zuschauer seines eigenen Lebens - und beginnt eine Unterhaltung mit einem Mann, der neben ihm steht. Dieser stakt ihn kurz darauf in einem Kahn durch die stockdunkle und stille Nacht auf den kleinen Fließen des Spreewalds. „Wohin fahren wir?“, fragt Krüger. Der Mann: „Das entscheiden Sie.“ Der „Spreewaldkrimi“ arbeitet einmal umso mehr mit der komplexen Persönlichkeit des zurückgezogenen und oftmals ruppigen Kommissars Krüger, der zugleich ein scharfes Gespür für Zwischenmenschliches hat.

Während er im künstlichen Koma im Krankenbett liegt, nimmt sein Kollege Polizist Fichte (Thorsten Merten) die Ermittlungen auf. Am ausgebrannten Wohnmobil sagt er: „War wohl'n Unfall.“ Doch es bleiben Unklarheiten.

Und Krüger beginnt in der Zwischenwelt des Koma-Zustandes selbst, den ganzen Fall zu rekonstruieren. Der Kahnfährmann führt ihn an Szenen vorbei, die Krüger aus der Vergangenheit kennt - wie in einem Film. Der Kommissar sagt: „Das kann nicht stimmen.“ Und: „Dieses Gebäude gibt es nicht mehr - es ist abgebrannt.“ Jetzt wird ihm klar, der Fährmann ist selbst nicht mehr am Leben. Er fragt ihn: „Wenn Sie tot sind, was bin ich dann?“

Die Figur stammt aus einer früheren Episode. „Spreewaldkrimi“-Kenner haben es einfacher, die Zusammenhänge zu verstehen. Auf andere könnte das etwas verwirrend wirken.

Der Sohn des toten Fährmanns ist die Verbindung zum aktuellen Kriminalfall. Er suchte den Kontakt zu Krüger, weil er in Verstrickungen der Energie-Branche geraten ist. Krüger will ihm aus vielen verschiedenen Gründen helfen - auch aus einem Schuldgefühl heraus. Das Ganze verheimlicht er seinem Kollegen Fichte.

Derzeit laufen die Dreharbeiten zur elften Episode der Krimireihe noch bis Mitte November in Brandenburg und Berlin, wie das ZDF mitteilte. Mit dabei ist auch die Schauspielerin Nadja Uhl.

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