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In ehemaliger Polizeikaserne

Zentrale Erstaufnahme von Flüchtlingen sitzt jetzt in Bochum

BOCHUM Die Flüchtlingsaufnahme in NRW wird zentralisiert. Alle in NRW ankommenden Flüchtlinge müssen sich ab Montag in Bochum registrieren, bevor sie sich auf eine der acht Erstaufnahmen in NRW verteilen. Geflüchtete sollen in Bochum künftig sicherer und effizienter identifiziert werden können.

Zentrale Erstaufnahme von Flüchtlingen sitzt jetzt in Bochum

Das Gebäude der neuen Landes-Erstaufnahme für Flüchtlinge in Bochum ist noch nicht fertig, deshalb arbeitet die Landesstelle zunächst Leichtbauhallen und Bürocontainern nebenan. Foto: picture alliance / Bernd Thissen

Die Erstaufnahme aller in NRW ankommenden Flüchtlingen findet jetzt im Ruhrgebiet statt. Ab dem 4. Dezember müssen Geflüchtete zunächst die neugegründete Erstaufnahmeeinrichtung in Bochum ansteuern.

Schnellere Datenerfassung soll Sicherheit erhöhen

Dort werden ihre Daten aufgenommen und erste Schritte des Asylverfahrens eingeleitet. Auch medizinische Untersuchungen sind möglich. Nach wenigen Stunden sollen die Geflüchteten auf die bestehenden acht Erstaufnahmen im Land verteilt werden, teilte die Bezirksregierung Arnsberg mit.

Das Land will mit der schnellen Datenerfassung die Sicherheit erhöhen und eine bessere Belegungsverteilung in den Erstaufnahmen erreichen.

Identifizierung soll beschleunigt werden

Bislang hatten sich Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen direkt in einer der acht Erstaufnahmen angemeldet. Durch die zentrale Erfassung wollen die Behörden unter anderem schneller Flüchtlinge identifizieren, die ihren Antrag zum Beispiel in einem anderen Bundesland stellen müssten.

Wie bisher sollen Flüchtlinge künftig nach wenigen Tagen in eine zentrale Übergangseinrichtung gebracht werden. Nach rund drei Monaten sollen sie in kommunale Unterkünfte verteilt werden.

Einrichtung kann noch nicht mit voller Kapazität arbeiten

Die Landeserstaufnahme geht als Provisorium an den Start. Da das ursprünglich vorgesehene Gebäude, eine ehemalige Polizeikaserne, noch nicht fertig umgebaut ist, arbeitet die Einrichtung zunächst in Leichtbauhallen und Bürocontainern nebenan.

Der Umbau soll nach mehreren Verzögerungen im Sommer 2018 beendet sein. Gearbeitet wird im Drei-Schicht-Betrieb.

Flüchtlingszahlen in NRW sind stark zurückgegangen

Die Erfassungskapazität liegt zunächst bei 850 Flüchtlingen pro Tag. Im späteren Regelbetrieb können bis zu 1600 Personen pro Tag betreut werden. Allerdings kommen im Moment nur noch etwa 900 Flüchtlinge pro Woche nach Nordrhein-Westfalen. In Hochzeiten waren es 16.000. Die Zahl der Mitarbeiter liegt zum Start bei rund 80. Sie soll auf 200 steigen.

dpa

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