Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Juwelier in Recklinghausen

Zeuge filmte spektakulären Überfall - Prozess startet

BOCHUM/Recklinghausen Fünf Monate nach einem bewaffneten Juwelier-Überfall in Recklinghausen hat am Bochumer Landgericht der Prozess gegen die fünf mutmaßlichen Täter begonnen. Der Überfall im Juni war spektakulär und wurde von einem Zeugen Aufsehen erregend gefilmt.

Zeuge filmte spektakulären Überfall - Prozess startet

Unmittelbar nach dem Überfall auf Exner klickten am Altstadtmarkt die Handschellen. Foto: Jörg Gutzeit Foto: Jörg Gutzeit

Mit Kappen und Handschuhen maskiert, mit Pfefferspray und Pistole bewaffnet: So waren am 1. Juni gegen 12.20 Uhr drei Männer in das Juweliergeschäft gestürmt. Vor den Augen erschreckter Passanten hatten die Täter die Schaufensterauslagen des Geschäfts in der Fußgängerzone ausgeräumt. Laut Anklage drohte ein 21-jähriger Angeklagter erst mit einer so genannten Softair-Pistole, später soll er Angestellte und Zeugen fast 15 Sekunden lang mit Pfefferspray eingenebelt haben. Seine 25 und 27 Jahre alten Mitangeklagten sollen währenddessen hochwertige Luxus-Uhren aus den Auslagen in mitgebrachte Taschen gerafft haben.

Zeuge filmte den Überfall

Auf einem Handyvideo, das aus einem gegenüber liegenden Mobilfunkgeschäft aufgenommen worden ist und sich noch am selben Tag im Internet rasend schnell verbreitet hat, sind die Endphase des Beutezugs sowie die Flucht des Trios zu beobachten. Zahlreiche Passanten wurden unfreiwillig zu Augenzeugen eines spektakulären Blitz-Überfalls mitten in der City. „Ruf‘ die Polizei! Ruf‘ die Polizei, Mann! Ruf‘ die Polizeeeiiii!“, ruft ein schockiert wirkender Augenzeuge auf dem Handyvideo einem Kollegen zu. Kurz darauf sprinten drei Täter mit Taschen aus dem Geschäft – direkt an ihren Fersen Juwelier Philipp Exner, dem es schließlich auch schnell gelingt, zwei Beutetaschen wieder an sich zu reißen.


36 Uhren im Wert von 380.000 Euro

Alle fünf mutmaßlichen „Exner-Räuber“ - zwei weitere Tatverdächtige (beide 33) sollen am Oerweg in einem geparkten Fluchtwagen gesessen haben - konnten von der Polizei festgenommen beziehungsweise von eingreifenden Passanten noch am Altstadtmarkt festhalten werden. Auch die Beute, 36 Uhren der Marken „Rolex“, „IWC“, „Hublot“ und „Tudor“ im Wert von rund 380.000 Euro, konnten sichergestellt werden.

Für den Prozess vor der 6. Strafkammer sind vorerst acht Verhandlungstage bis zum 14. Dezember anberaumt. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Quintett jeweils Haftstrafen von mindestens fünf Jahren.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Im Trend

Weihnachtsbäume jetzt noch selber schlagen - Gewusst wo

NRW Statt schnell im Baumarkt eine Tanne mitzunehmen selbst mit der Axt in den Wald gehen: Immer mehr Menschen wollen ihren Weihnachtsbaum möglichst frisch kurz vor Weihnachten selbst schlagen. Aber wo geht das eigentlich noch kurz vor dem Fest? Ein Überblick. mehr...

Panorama

Rätsel um Tod von kanadischem Milliardär

Toronto. Im Fall des tot aufgefundenen kanadischen Pharma-Milliardärs Bernard „Barry“ Sherman und seiner Frau hat die Autopsie ergeben, dass beide an Nackenverletzungen gestorben sind.mehr...

Panorama

„Winterintermezzo“ vorbei - grüne Weihnachten erwartet

Offenbach. Zum Wochenstart gab es teils ausgiebigen Schneefall - grau, trüb und wärmer geht es in der Vorweihnachtswoche weiter. Das von Tief „Andreas“ verursachte „Winterintermezzo“ sei bereits beendet, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit.mehr...

Panorama

Für die meisten Deutschen ist Sicherheit wichtiger als Sonne

Hamburg. Anschläge, Gewalt, Unruhen und hohe Kriminalität schrecken Touristen ab. Die Deutschen fühlen sich mehrheitlich nur noch in wenigen Ländern als Urlauber wohl und sicher.mehr...

Panorama

Wintereinbruch in Frankfurt: 170 Flüge annulliert

Frankfurt. Winterliche Witterungsbedingungen haben am Morgen am Frankfurter Flughafen zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Am Morgen waren bereits 170 Flüge annulliert worden, wie ein Sprecher der Flughafengesellschaft Fraport mitteilte.mehr...

Panorama

Explosion auf S-Bahnhof in Hamburg wohl durch Polenböller

Hamburg. Am dritten Advent gibt es an einem Hamburger S-Bahnhof eine Detonation. Sprengstoffexperten werden gerufen, der Bahnhof weiträumig abgesperrt. Wenig später scheint klar zu sein, was explodierte: ein Polenböller.mehr...