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Zustimmung für Jamaika-Bündnis sinkt

Berlin. Je länger sich die Sondierungsverhandlungen hinziehen, desto mehr nimmt in Umfragen die Zustimmung für ein Jamaika-Bündnis ab. Laut ZDF-„Politbarometer“ fänden es nur noch 50 Prozent gut, wenn es zu einer Koalition aus CDU, CSU, FDP und Grünen käme.

Zustimmung für Jamaika-Bündnis sinkt

Demonstranten verschiedener Organisationen stehen in Berlin und fordern die Verhandler bei den Sondierungsgesprächen zu einem Kohleausstieg auf. Foto: Michael Kappeler

Das ist ein Rückgang um 7 Prozentpunkte im Vergleich zu Oktober. 31 Prozent fänden eine Jamaika-Koalition schlecht - 6 Prozentpunkte mehr als zuvor. 16 Prozent der Befragten (plus 2) wäre es egal, wie die jüngste Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen laut ZDF-Mitteilung vom Freitag ergab.

Sollte Jamaika am Ende nicht zustande kommen, wären mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) für Neuwahlen - Mehrheiten finden sich dabei quer durch alle Lager von Parteianhängern. Nur 29 Prozent der Befragten sind gegen Neuwahlen.

Beim Streitthema Klimaschutz sehen 53 Prozent ihre Vorstellungen am besten von den Grünen vertreten, 17 Prozent von der CDU, 6 Prozent von der FDP und lediglich 3 Prozent von der CSU. Entsprechend plädiert eine klare Mehrheit (64 Prozent) dafür, die Kohlekraftwerke in Deutschland abzuschalten, um die Klimaziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen.

Für das Recht von anerkannten Asylbewerbern oder Flüchtlingen, Ehepartner oder Kinder nachholen zu dürfen, sprechen sich 67 Prozent aus, nur 28 Prozent sind dagegen. In allen Parteianhängergruppen außer der der AfD gibt es deutliche Mehrheiten (von 67 Prozent bei der CDU/CSU bis 88 Prozent bei den Grünen) für einen Familiennachzug. Unter den Anhängern der AfD sind nur 19 Prozent dafür.

Wenn bereits am nächsten Sonntag gewählt würde, ergäben sich kaum Veränderungen zur vorigen Umfrage. CDU/CSU kommt unverändert auf 33, die SPD auf 21 Prozent. Die Grünen verzeichnen einen Pluspunkt auf jetzt 12 Prozent. Die FDP bleibt unverändert bei 10 Prozent. Die AfD gibt einen Punkt auf 11 Prozent ab, die Linke verharrt bei 9 Prozent.

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