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Zweite Leiche noch nicht geborgen

Zwei Männer sterben in Isselburger Kieswerk

Isselburg-Anholt Im Kieswerk Breels in Isselburg-Anholt sind am Dienstagmittag vier Mitarbeiter verschüttet worden. Zwei 55 und 30 Jahre alte Männer konnte die Feuerwehr leicht verletzt retten, ihre beiden niederländischen Kollegen kamen in dem Kies-Sand-Gemisch ums Leben.

Zwei Männer sterben in Isselburger Kieswerk

Bei einem Unfall in einem Kieswerk bei Isselburg sind am Dienstag vier Menschen verschüttet worden. Zwei von ihnen starben. Die anderen beiden konnten lebend geborgen werden. Foto: Sven Betz

Der Unfall ereignete sich gegen 13 Uhr. Genaue Angaben zum Hergang konnten Polizei und Feuerwehr am Dienstag noch nicht machen. Von einem etwa zehn Meter hohen Berg Rohkies war offenbar ein größerer Teil abgerutscht. Die vier Männer gerieten in und unter Sand und Steine. In ihrer Nähe war auch ein Bagger, der ebenfalls teilweise verschüttet wurde. Beim Eintreffen der Feuerwehr seien aber alle vier Arbeiter außerhalb des Fahrzeugs gewesen, sagte Einsatzleiter Markus Berning von der Isselburger Feuerwehr.

Feuerwehr und Polizei kamen mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften zum Unglücksort. 85 Feuerwehrmänner aus Isselburg, Bocholt, Emmerich und Borken halfen mit, zu den Verschütteten vorzudringen. Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr Bocholt verschaffte sich von oben einen Überblick, auch eine Drohne war im Einsatz. Zwei Rettungshubschrauber, zwei Notärzte und mehrere Rettungswagen standen bereit, um Verletzte ins Krankenhaus zu bringen.

Feuerwehrmänner gruben mit den Händen

Ein 55 Jahre alter Mann aus Etten in den Niederlanden und ein 30-jähriger Bocholter waren nur teilweise verschüttet und konnten relativ schnell befreit werden. Feuerwehrmänner gruben sie mit den Händen und mit Schaufeln aus dem Kies. Zwei Niederländer waren komplett unter die feinen Steine geraten. Gegen 15 Uhr musste die Feuerwehr die Hoffnung aufgeben, sie noch lebend retten zu können. „Es gibt keine Lebenszeichen von ihnen“, sagte Polizeipressesprecher Frank Rentmeister. Die Hubschrauber flogen wieder ab. Ein Notfallseelsorger kam zum Kieswerk, der sich um die Angehörigen und Kollegen der Opfer kümmerte. Auch Bürgermeister Rudi Geukes war vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen.

Sand und Kies rutschten immer wieder nach

„Wir müssen allerhöchste Vorsicht auch für unsere Männer walten lassen“, sagte Einsatzleiter Berning. Es gebe „massive Probleme, den Einsatz abzusichern“. Denn Sand und Kies rutschten immer wieder in die Unglücksstelle nach. Die Feuerwehr befürchtete, dass auch die Einsatzkräfte verschüttet werden könnten. Sie rief daher das Technische Hilfswerk hinzu, das die entstandene Grube mit Aluplanken und großen Hölzern sicherte. Zu den Verschütteten bestand Sichtkontakt, sagte Rentmeister. Der Notarzt ging aber weiter davon aus, dass beide Männer tot sind.

Bis in den späten Abend versuchten Feuerwehr und THW, die Toten zu bergen. Helle Strahler erleuchteten die Unglücksstelle.

Am späten Abend gelang es dann, einen der Toten zu bergen. Nachdem der Einsatz in der Nacht kurzzeitig unterbrochen wurde, versuchten Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks am Morgen weiter, die Leiche des zweiten Mannes zu bergen. Wie einFeuerwehrsprecher am Mittwochmorgen erklärte, sei ein Notarztin der Nacht aber bereits zu dem Verunglückten gelangt und habe nur noch seinen Tod feststellen können.

Zwei Männer sterben in Isselburger Kieswerk

Bei einem Unfall in einem Kieswerk bei Isselburg sind am Dienstag vier Menschen verschüttet worden. Zwei von ihnen starben. Die anderen beiden konnten lebend geborgen werden. Foto: Sven Betz

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