Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Zwei SS-Wachmänner wegen Beihilfe zum Mord angeklagt

Dortmund. Gegen zwei ehemalige SS-Wachmänner im Konzentrationslager Stutthof bei Danzig hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage erhoben. Sie wirft den heute 92 und 93 Jahre alten Männern Beihilfe zum Mord in mehreren hundert Fällen vor.

Zwei SS-Wachmänner wegen Beihilfe zum Mord angeklagt

Schüler sitzen in einem Vortrag über das Konzentrationslager Stutthof. Foto: Stefan Sauer/Archiv

Gegen zwei ehemalige SS-Wachmänner im deutschen Konzentrationslager Stutthof bei Danzig hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage erhoben. Ihnen werde Beihilfe zum Mord in mehreren hundert Fällen vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Andreas Brendel am Mittwoch. Die Anklage richte sich gegen einen 93 Jahre alten Mann aus dem Kreis Borken und einen 92 Jahre alten Mann aus Wuppertal. Die beiden Männer haben laut Staatsanwaltschaft zur Wachmannschaft in dem Konzentrationslager Stutthof gehört. Sie bestreiten laut der Staatsanwaltschaft an den Tötungsmaßnahmen beteiligt gewesen zu sein. Die Staatsanwaltschaft Dortmund ist die Zentralstelle in NRW für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen.

In dem Konzentrationslager Stutthof sind laut Staatsanwaltschaft mehrere hundert Menschen in Gaskammern durch den Einsatz des Giftgases Zyklon B umgebracht worden. Weitere hundert Menschen seien aufgrund der Lebensverhältnisse gestorben. Durch die schlechte Unterbringung, die mangelhafte Ernährung sowie die schwere körperliche Zwangsarbeit seien immer wieder Krankheiten ausgebrochen. Die medizinische Versorgung sei sehr schlecht gewesen.

Weitere hundert Gefangene seien laut Staatsanwaltschaft durch Genickschüsse getötet worden. Wieder andere Gefangene habe man erfrieren lassen oder Benzin und Phenol direkt ins Herz injiziert. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern vor, von sämtlichen Tötungsmaßnahmen Kenntnis gehabt zu haben. Der 93 Jahre alte Mann aus Borken soll von Juni 1942 bis September 1944 in Stutthof gewesen sein, der 92 Jahre alte Mann aus Wuppertal zwischen Juni 1944 und Mai 1945.

Da die Männer zum Zeitpunkt der ihnen vorgeworfenen Taten noch nicht 21 Jahre alt waren, wird die Große Auswärtige Strafkammer des Landgerichts Münster als Jugendkammer über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

NRW

Rote Ampel ignorieren und Stinkefinger zeigen: Mann in Haft

Aachen. Direkt vor einem Streifenwagen hat ein Fußgänger eine Rote Ampel missachtet und den verdutzten Beamten den Stinkefinger gezeigt. Das war noch nicht alles: als ihm deshalb am Sonntagabend ein „Knöllchen“ angedroht wurde, soll er aus Verärgerung eine Zigaretten-Kippe auf den Boden geworfen und dieser noch hinterher gespuckt haben. Die Polizisten stellten beim Überprüfen der Personalien zudem fest, dass der Mann per Haftbefehl gesucht wurde und noch eine Strafe von 35 Tagen abzusitzen hatte. Er sei kurzsichtig, habe er den Beamten noch gesagt, sonst hätte er den Streifenwagen bestimmt erkannt. Jetzt sitze er in Haft, auch über Weihnachten, teilte die Polizei am Montag mit.mehr...

NRW

Pokal-Duell in Paderborn: FC Ingolstadt voller Optimismus

Ingolstadt. Der FC Ingolstadt will Vereinsgeschichte schreiben und erstmals ins Viertelfinale des DFB-Pokals einziehen. „Wir freuen uns riesig auf dieses Spiel. Wir wollen etwas Historisches für den Verein und im Viertelfinale überwintern“, sagte Trainer Stefan Leitl vor dem K.o.-Duell des Zweitligavierten am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) beim Fußball-Drittligisten SC Paderborn. „Wir nehmen die Favoritenrolle an. Wir wollen agieren und haben die bessere Qualität auf dem Platz. Wenn die Einstellung und Mentalität stimmen, dann bin ich überzeugt, dass wir gewinnen.“mehr...

NRW

Weiße Weihnacht im Flachland unwahrscheinlich

Essen. Eine weiße Weihnacht ist im Flachland von Nordrhein-Westfalen unwahrscheinlich. „Es ist noch nicht spruchreif, aber die Wahrscheinlichkeit ist im Flachland sehr gering“, sagte Meteorologe Malte Witt vom Deutschen Wetterdienst am Montag. In den nächsten Tagen werde es bei dichten Wolken grau statt weiß sein. Nur manchmal werde die Sonne hervorkommen. Dann sei im Nordosten des Landes auch mal eine Stunde Sonnenschein möglich. Die Temperaturen steigen der Wetterprognose zufolge bis Donnerstag auf etwa acht Grad. 2009 waren es im selben Zeitraum minus 14 Grad, erläuterte Witt.mehr...

NRW

Sexualstraftäter: OLG kippt Sonderregelung

Hamm. Nach zweieinhalb Jahrzehnten kann es rund um die Gerichts-Psychiatrie in Lippstadt-Eickelborn wieder einen unbegleiteten Ausgang von Sexualstraftätern geben. Das Oberlandesgericht Hamm hat mit einem Beschluss eine Sonderregelung gekippt, die das nach dem Tod eines Kindes im Jahr 1994 in den Folgejahren verhindert hat. Um die Belastung von Anwohnern gering zu halten, galt diese Regelung für den Kreis Soest und Nachbarbezirke.mehr...

NRW

Birk Risa neuer Ausfall beim 1. FC Köln vor Pokalspiel

Köln. Der 1. FC Köln muss im Achtelfinale des DFB-Pokals auf einen weiteren Spieler verzichten. In der Partie am Dienstag (20.45 Uhr/ARD und Sky) bei Schalke 04 fällt nun auch Birk Risa aus. „Er hat Probleme, weil er gegen Wolfsburg einen Pressschlag auf den Fuß bekommen hat“, sagte Kölns Interimstrainer Stefan Ruthenbeck am Montag. Der 19-jährige Norweger Risa gab beim 1:0 gegen die Niedersachsen am Samstag sein Startelfdebüt für den Fußball-Bundesligisten, dem gegen Wolfsburg der erste Liga-Saisonsieg gelungen war.mehr...

NRW

Diebe stehlen 800 Pakete

Willich. Vorweihnachtlicher Frevel: Unbekannte haben im niederrheinischen Willich 800 Pakete aus einer zentralen Verteilstation eines Paket-Dienstleisters gestohlen. Die Polizei ging am Montag davon aus, dass kurz vor Weihnachten sicher auch Geschenke darunter waren. Die Diebe brachen demnach zwischen Sonntagnachmittag und Montagmorgen zwei Container auf einem Betriebsgelände auf, auf dem die Pakete von Containern auf Fahrzeuge umgeladen werden. Nach Einschätzung der Ermittler dürften die Täter ihre Beute mit mindestens einem Kleintransporter weggeschafft haben.mehr...