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wissen aktuell: Katastrophen

Berlin. Immer wieder brechen Katastrophen über die Erde und die Menschheit herein. Wie entstehen sie, und wie ist ihnen zu begegnen? Darüber berichtet nun eine ausführliche TV-Dokumentation.

wissen aktuell: Katastrophen

Im August 2016 erschütterte ein schweres Erdbeben die Stadt Amatrice. Foto: Alessandro Di Meo

Erdbeben, Schlammlawinen, Überschwemmungen, Riesenwellen beuteln regelmäßig den Planeten Erde. Auch Unfälle in Atomkraftwerken, Flugzeugabstürze und sonstige Unglücke fordern oft Menschenleben.

Wie entstehen solche Katastrophen, und wie kann der Mensch damit umgehen? Die fast zweistündige Sendung mit dem Titel „wissen aktuell: Katastrophen“, die an diesem Donnerstag (20.15 Uhr) auf 3sat zu sehen ist, will das ergründen.

Unsere moderne Welt ist an vielen Stellen verwundbar - sei es durch einen Atomunfall oder einen Zyklon. Laut Duden ist eine Katastrophe „ein Naturereignis mit verheerenden Folgen, oder ein schweres Unglück“. Ursache: Die Gewalt der Natur oder die außer Kontrolle geratene Technik, wobei oft menschliches Versagen eine entscheidende Rolle spielt.

Der Film beginnt in Italien, das besonders oft von schweren Erdbeben heimgesucht wird - so wie am 24. August 2016 in Amatrice, als 300 Menschen starben. Waren die Häuser zu leicht gebaut, fehlte es an Präventionsmaßnahmen, und wären die vielen Toten vermeidbar gewesen? Im benachbarten Norcia blieben die meisten Häuser bei einem Erdbeben am 30. Oktober 2016 heil, dank einer modernen Schachtelbauweise. Erklärt wird sodann, wie die Erde beschaffen ist, und welche Erdschichten und tektonische Platten für ein Erdbeben verantwortlich gemacht werden können, wie sie in Japan oder Nepal immer wieder vorkommen.

Die Sendung besteht aus vielen einzelnen kleinen Reportagen, die nacheinander Katastrophen der verschiedensten Art behandeln, darunter auch Verstrahlungen, Feuersbrünste, Giftunfälle und Vulkanausbrüche. Die Berichte sind verständlich aufbereitet, was auch für das vermittelte Fachwissen und die Bilder und Computeranimationen gilt. Zu Wort kommen Ingenieure und Geophysiker, auch Notärzte, Klimatologen, Klimafolgenforscher, Geologen, Technologen, Feuerökologen, Meteorologen, aber auch ganz normale Bürger. Kleine Seitenhiebe auf Schlagzeilen in der Presse liefert der Film ebenfalls: Bei großflächigen Hochwassern ist in vielen Medien jedes Mal von einer „Jahrhundertflut“ die Rede - obgleich da noch so manche andere dazukommen dürfte.

Deutlich wird auch, welche Folgen der Klimawandel haben kann - und bereits hat. Hitzewellen häufen sich, nicht nur in Afrika - wobei sie Mitauslöser für Flüchtlingsströme sind. In Frankreich forderte ein extrem heißer Sommer 2003 den Tod von mindestens 15000 - vor allem - älterer Menschen. Seitdem wird dort mit speziellen Hitzeplänen und ausgeklügelter Versorgung mit Wasservorräten vorgesorgt. Ein gut organisiertes Krisenmanagement wird allgemein immer wichtiger, denn viele Katastrophen fordern nicht nur Menschenleben, sondern haben auch gravierende wirtschaftliche Folgen für die Überlebenden.

Bei all dem gezeigten Schrecken dürfte so manchem Zuschauer schwummerig werden, selbst wenn es „nur“ ein längerer Stromausfall ist - der kann schließlich gezielt aus dem Netz angelegt worden sein. „Da zeigt auch das neue IT-Sicherheitsgesetzt nicht die erhoffte Wirkung“, wie ein Experte im Film erläutert. Und wie lange selbst ein Mitbürger ohne Strom, dafür aber mit prall gefülltem Vorsorge-Keller mit Fertignahrung, Wasserkanistern und Gasmasken durchhält, mag man sich besser nicht vorstellen. Die vielen kleinen Berichte aus aller Welt zeigen, wie hilf- und machtlos der Mensch letztendlich ist, und dass keine Region auf der Erde „einfach weit weg ist“ - das gibt es in der heutigen globalisierten Welt samt ihren Risiken einfach nicht mehr.

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