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Einbruchschutz

Das Eigenheim schützen

95 Prozent der Einbrüche geschehen, wenn niemand daheim ist. Gerade im Winter, mit seinen kurzen Tagen, nutzen Einbrecher den Schutz der Dunkelheit.

Das Eigenheim schützen

95 Prozent der Einbrüche geschehen, wenn niemand daheim ist. Einbrecher nutzen gerade im Winter den Schutz der Dunkelheit.devolo AG/devolo AG/obs | Foto: pa/obs/devolo AG

Da bieten sich den Tätern zahlreiche Gelegenheiten. Denn wir sind viel unterwegs – beruflich, mit den Kindern, zum Einkaufen oder zur Geburtstagsfeier. Zwischen 14 und 22 Uhr sind viele Häuser und Wohnungen unbewohnt – mindestens 70 Prozent der Einbrüche passieren in diesem Zeitfenster. Was also kann man tun, um sein Zuhause, seine Wertsachen und seine Privatsphäre vor Einbrechern zu schützen?

Polizei berät
„Mechanische Sicherheitstechnik und richtiges Verhalten sind wesentlich für wirksame Einbruchhemmung – dazu kann die örtliche polizeiliche Beratungsstelle kompetent informieren“, erläutert Kirsten Hüls, Projektkoordinatorin des Netzwerkes „Zuhause sicher“. So rät der gemeinnützige Verein zu Einbruchschutz nach der polizeilichen Empfehlungspraxis.

Dazu gehört zum Beispiel bei der Auswahl neuer Fenster und Türen auf die Zertifizierung als RC-2-Element (früher: WK-2) zu achten und beim Verlassen des Hauses die Haustür zweimal abzuschließen. „Selbstverständlich kann man auch vorhandene Fenster und Türen mit Sicherheitstechnik nachrüsten“, erklärt Hüls. Dazu steht ein ganzer Strauß an Möglichkeiten zur Verfügung.

Ob Querriegelschlösser, Pilzkopfzapfen, Überfall- und Einbruchmeldeanlagen oder eine der zahlreichen anderen Sicherheitsmaßnahmen, wichtig sei, so Kirsten Hüls, dass die Produkte grundsätzlich auf ihre Einbruchhemmung nach DIN geprüft und fachgerecht montiert seien.

Für die sachkundige Umsetzung der polizeilichen Empfehlungen zum Einbruchschutz kann man in den örtlichen Schutzgemeinschaften des Netzwerkes „Zuhause sicher“ das passende Fachunternehmen finden. Die Betriebe haben unter anderem ihre Qualifikation in der Nachrüstung von Fenstern und Türen dem Landeskriminalamt gegenüber nachgewiesen. Daneben sind sie verpflichtet, sich einmal im Jahr fortzubilden.


Drei Schritte zum sicheren Zuhause
Gemeinsam bieten die „Zuhause sicher“-Partner Eigentümern und Mietern eine Begleitung auf dem Weg zum sicheren Zuhause in drei Schritten an.

Schritt 1 – Sicherheitsberatung bei der polizeilichen Beratungsstelle: Die Beamten informieren zu Täterarbeitsweisen, richtigem Verhalten und sinnvollen Sicherungsmaßnahmen.

Schritt 2 – Umsetzung der polizeilichen Empfehlungen: Fachunternehmen sind in der Lage, für den fachgerechten Einbau geprüfter Sicherheitstechnik zu sorgen und die Empfehlungen der Polizei technisch umzusetzen.

Schritt 3 – Übergabe der Präventionsplakette: Wenn man schließlich das eigene Zuhause mit Einbruch hemmender Sicherheitstechnik und Rauchmeldern gemäß Bauordnung ausgestattet, eine gut lesbare Hausnummer an der Hauswand angebracht und ein Telefon am Bett platziert hat, überreicht die Polizei Hannover als Partner im Netzwerk „Zuhause sicher“ die Präventionsplakette. Zudem gewähren die an „Zuhause sicher“ beteiligten Versicherer einen Nachlass auf die Hausratsversicherung.

Beratungsstellen der Polizei und Informationen zum Netzwerk „Zuhause sicher“ und zur Präventionsplakette im Internet unter