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Handball: Weltmeisterschaft

22:22 - DHB-Frauen verschenken den Sieg gegen Serbien

LEIPZIG Die DHB-Frauen geben beim 22:22 gegen Serbien Sekunden vor Schluss noch den Erfolg aus der Hand. Trainer Biegler sieht trotzdem das Positive. Bereits am Mittwoch steht das nächste Spiel auf dem Programm.

22:22 - DHB-Frauen verschenken den Sieg gegen Serbien

Sechs Tore gegen Serbien: Svenja Huber. Foto: dpa

Zehn Sekunden vor Schluss steht die ganze Halle. Deutschland sieht wie der glückliche Sieger aus. Dann der fatale Ballverlust im Angriff, Serbien gleicht kurz vor der Schlusssirene zum 22:22 aus. Ein Wirkungstreffer kurz vor dem letzten Gong.

Enttäuschung in den Gesichtern abzulesen

Die Enttäuschung über den verpassten Erfolg ließ sich in den Gesichtern ablesen. "Man darf den Ball in den letzten Sekunden nicht mehr hergeben, wenn man mit einem Tor führt", sagte Svenja Huber. Denn dadurch fühlte sich das Remis, mit dem der Achtelfinal-Einzug bei der Handball-Weltmeisterschaft vorzeitig gesichert ist, eher an wie eine Niederlage. "Die zwei Punkte lagen schon auf dem Tablett, das ist sehr ärgerlich", meinte Nadja Mansson.

Mit dieser Panne in letzter Minute verpassten die Biegler-Ladies die Belohnung für einen klasse Kampf, mit dem sie die Serbinnen fast noch abgefangen hätten. Denn bis in die Schlussphase hinein lag Deutschland zurück.

"Diesmal waren wir voll fokussiert"

Nach einem super Start (Mansson: "Diesmal waren wir voll fokussiert") mit einer 5:1-Führung verloren die DHB-Frauen ihre Sicherheit. Bis zur Pause kam jeder dritte Wurf nicht einmal aufs Tor, im Angriffsspiel schlichen sich im Dutzend unerklärliche Passfehler ein. Serbiens offensive Deckung schmeckte den Deutschen gar nicht. Huber: „Nach unserer starken Anfangsphase darf das Spiel dann nicht mehr so laufen, wie es gelaufen ist.“

LEIPZIG Zwei Siege aus zwei Spielen - die DHB-Auswahl ist perfekt in die WM gestartet. Auch wenn die Gesichter des Erfolges im zweiten Gruppenspiel eher Keeperin Katja Kramarczyk oder Friederike Gubermatis waren. Großen Anteil am Sieg gegen Südkorea hatte auch eine Spielerin des BVB.mehr...

Doch so kam es. Serbien ging beim 10:9 kurz vor der Pause erstmals in Führung und erwischte auch in Durchgang zwei den besseren Start. Erst allmählich kämpften sich die Gastgeberinnen vor 3871 Zuschauern in Abwehr und Angriff zurück. Huber, die sich über ihre Auszeichnung als beste Spielerin der Partie nur halbherzig freute („Ich habe auch Fehler gemacht, die mir nicht passieren dürfen“), erzielte vom Siebenmeterpunkt das 18:18 (48.). Deutschland war am Drücker.

Doppelte Unterzahl

Sogar eine doppelte Unterzahl, die Trainer Michael Biegler für sein Meckern nach einer aus seiner Sicht falschen Schiedsrichter-Entscheidung verursachte, überstand die Mannschaft dank zweier Paraden von Torhüterin Katja Kramarczyk unbeschadet. Beim Stand von 20:21 (57.) drehten Huber und Kreisläuferin Jenny Karolius das Spiel, dann krallte sich die energische Xenia Smits hinten den Ball. Nicht mehr als eine halbe Minute noch zu spielen, Auszeit Deutschland- und trotzdem jubelte am Ende Serbien.

Die BVB-Handballerinnen bei der Weltmeisterschaft

Damen-Handball-WM 2017 / BRD vs Dänemark / Magdeburg/Achtelfinale/171210
Damen-Handball-WM 2017 / BRD vs Dänemark / Magdeburg/Achtelfinale/171210
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Die BVB-Handballerinnen bei der Weltmeisterschaft in Deutschland.
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Für seine Fehlleistung mit der Zwei-Minuten-Strafe entschuldigte sich Biegler: „Das haben die Ladies perfekt ausgebügelt. Ich bedanke mich beim Team, dass es mich da gerettet hat.“ Von einer gefühlten Niederlage wollte er aber nichts wissen. „Wir haben den Sieg nicht aus der Hand gegeben, da lege ich großen Wert drauf.“ Er hob lieber die Leistungssteigerung hervor. „Unser Spiel war nicht fehlerfrei, aber wir haben uns zurückgekämpft.“

Am Mittwoch gegen Außenseiter China (18 Uhr, Sport1) wäre alles andere als eine klare Führung in den Schlusssekunden eine große Überraschung.

Deutschland: Woltering (31 Prozent Paraden), Kramarczyk (35 Prozent); Klein (n.e.), Karolius (3), Loerper (1), Smits (2), Behnke, Bölk, Mansson (1), Huber (6/4), Fischer (2), Geschke (3), Lauenroth (n.e.), Wohlbold (2), Stolle, Gubernatis (2)

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