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Heim-WM

Das Ziel der DHB-Damen bleibt Hamburg

LEIPZIG Die schwere Verletzung von Kim Naidzinavicius im Auftaktspiel der Heim-WM hat die DHB-Auswahl hart getroffen. Schon jetzt gibt es Diskussionen über Nachnominierungen. Das Team ist angesichts des Ausfalls der Schlüsselspielerin zwar geschockt, doch die Zielsetzung ändert sich nicht.

Das Ziel der DHB-Damen bleibt Hamburg

Schock für die DHB-Auswahl bei der Heim-WM: Schlüssel-Spielerin Kim Naidzinavicius verletzte sich beim Auftaktsieg am Kreuzband. DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld sagte, die Stimmung sei „nicht herausragend“. Foto: picture alliance / Hendrik Schmi

Nein, über den 28:15-Auftaktsieg gegen Kamerun wollte am Tag danach niemand mehr so wirklich reden. Auch noch nicht über die Partie am Sonntag, den 3.12 gegen Südkorea (20.30 Uhr/Sport1). Das Verletzungsdrama um Kim Naidzinavicius hat den DHB in einen Schockzustand versetzt.

Verletzung der Schlüsselspielerin verdirbt die Stimmung

Die Stimmungslage, gab auch DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld am Samstag in Leipzig einen kurzen Einblick in das Innenleben des DHB-Trosses, sei ganz sicher „nicht herausragend“.

Leipzig Für Kim Naidzinavicius ist die Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland nach ihrer schweren Verletzung bereits beendet. Jetzt hat der Deutsche Handballbund einen Ersatz für die 26 Jahre alte Rückraumspielerin gefunden und in den WM-Kader berufen. Eine 21-Jährige soll es richten.mehr...

Die Verletzung habe die Mannschaft „sehr getroffen, weil Kim eine Schlüsselspielerin ist“. Und Bundestrainer Michael Biegler erklärte niedergeschlagen: „Der Preis, den wir bezahlt haben, ist zu hoch.“

Schnelles und tragisches Ende nach langer Vorbereitung

Nach 140 Sekunden hatten sich Naidzinavicius‘ WM-Träume am Freitagabend aufgelöst wie Kandis in einer Tasse heißen Tee. Nach einem heftigen Zusammenprall mit Yvette Yuoh blieb die 26-Jährige aus Bietigheim liegen. Riss des vorderen Kreuzbands im linken Knie.

Verletzung schockt DHB-Handballerinnen

Huber: Kim Naidzinavicius wird uns sehr fehlen

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20 Monate Vorbereitung auf die Heim-WM – im Augenblick eines Wimpernschlags zu einer Randnotiz verkommen. Nach all dem, was Naidzinavicius und die anderen Spielerinnen in das Projekt investiert hätten, sei es „umso tragischer, dass das Turnier bereits nach zwei Minuten zu Ende ist“, sagte Michael Biegler.

„Es ist kein Auge trocken geblieben.“

Auch bei der Mannschaft hinterließ die Verletzung Spuren. „Beim Abendessen am Freitag hat kaum einer einen Bissen runterbekommen“, beschrieb Svenja Huber die Gefühlswelt.„Es gab auch Tränen.“

Emily Bölk bestätigte ebenfalls: „Es ist kein Auge trocken geblieben.“ Und Torhüterin Clara Woltering sagte: „Es tut uns unheimlich leid für Kim. Das ist natürlich ein herber Rückschlag.“

Schock nach erfolgreichem WM-Auftakt

DHB-Frauen siegen 28:15 - Turnier-Aus für Naidzinavicius

Leipzig Die deutschen Handball-Frauen starten mit einem 28:15 (12:7)-Sieg in die Heim-WM. Doch die Freude über das scheinbare Traumergebnis währt nur kurz - denn die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler musste den Erfolg gegen Kamerun teuer bezahlen.mehr...

Naidzinavicius humpelte bereits am Freitagabend auf Krücken durchs Leipziger Mannschaftshotel. Öffentlich äußern wollte sie sich auch am Tag danach nicht, ließ aber über den Verband übermitteln: „Ich bin tieftraurig, dass die WM für mich hiermit beendet ist. Ich wünsche der Mannschaft jetzt nur das Beste für die kommenden Spiele.“

Naidzinavicius soll in der kommenden Woche operiert werden und wird danach mindestens ein halbes Jahr ausfallen.

Pech verschlimmert die Personalnot beim DHB

Für Bundestrainer Michael Biegler verschärft sich die Personalsituation mit dem Ausfall der 26-Jährigen weiter. Neben Naidzinavicius wird wohl auch Bölk (Fußverletzung) das zweite Gruppenspiel verpassen. Zudem sind Nadja Mansson, die sich im Training den Finger ausgekugelt hat, und Xenia Smits (Fingerbruch) weiter angeschlagen.

„Wir hatten einfach viel Pech bisher“, sagte Biegler. Aber die Mannschaft rücke durch solche Ereignisse enger zusammen. „Wir müssen jetzt Lösungen finden.“

Nachrücker-Optionen werden geprüft

Und so laufen die Gedankenspiele. Man habe zwei, drei Optionen, die man im Kopf durchspiele, erklärte Biegler. Es geht um das Nachrücken oder Wechseln von Spielerinnen, mehr ins Detail gehen wollte er nicht. Nur so viel: „Emily Bölk gehört nicht zu den drei Optionen, die nachrücken könnten.“

Zunächst müsse ohnehin geklärt werden, ob man den 15er-Kader auffüllen müsse. „Oder ob wir einen Austausch vornehmen müssen.“ Bis Sonntagmorgen habe man Zeit, hieß es.

Ausnahme-Talent Bölk ist zuversichtlich

Bölk selbst sagte der Augsburger Allgemeinen Zeitung: „Es sind eine Kapsel und ein Band kaputt, aber ich mache super Fortschritte.“ Sie sei guter Dinge, dass es schon am Sonntag mit einem Einsatz klappt, „und wenn nicht, spätestens am Dienstag“, so das 19-jährige Ausnahmetalent.

Traum bleibt trotz Verletzungssorgen am Leben

An der Zielsetzung „Final-Wochenende in Hamburg“ wollen derweil weder Mannschaft noch Verband trotz der Verletzungsprobleme etwas ändern. „Es wäre auch falsch, wenn wir jetzt wegen einer Spielerin sagen würden: Der Traum ist vorbei. Gerade für Kim müssen wir das am Leben halten“, sagte Huber, während Michael Biegler betonte: „Wir lassen uns dadurch aber nicht entmutigen und halten daran fest, wofür wir 20 Monate lang gearbeitet haben.“

Ein Sieg am Sonntag gegen Südkorea wäre da zumindest etwas Balsam auf die geschundene Seele der DHB-Auswahl. Anders als Kamerun erwartet Deutschland aber eine Mannschaft, die weniger über die Physis als vielmehr über Tempo und Geschwindigkeit kommt. Man darf gespannt sein, welche Optionen Michael Biegler wählen wird.

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