Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Pokal-Achtelfinale gegen Bietigheim

Kreisläuferin Anne Müller: „Wir müssen sie nerven“

Dortmund Mit Bietigheim wartet die beste Mannschaft Deutschlands im Pokal-Achtelfinale auf die BVB-Handballerinnen. Die Schwarzgelben sind sich ihrer Außenseiterrolle sehr wohl bewusst. Chancenlos sieht sich die Borussia aber dennoch keinesfalls. Hoffnung macht dabei der Kader, auf den Trainerin Ildiko Barna zurückgreifen kann.

Kreisläuferin Anne Müller: „Wir müssen sie nerven“

Als Ex-Nationalspieler Florian Kehrmann vor drei Wochen die Lose für das Achtelfinale des DHB-Pokals zog, dürfte so mancher BVB-Fan wohl ordentlich geschluckt haben. Mit der SG BBM Bietigheim erwischten die Bundesliga-Handballerinnen von Borussia Dortmund die wohl schwierigste Aufgabe im Wettbewerb. Böse ist Ildiko Barna Kehrmann dennoch nicht, wie die BVB-Trainerin am Donnerstag erklärte. Zwar sei die Auslosung „sicher ein bisschen unglücklich“ gelaufen, „aber so ist das nun mal im Pokal, dafür kann ja auch Florian Kehrmann nichts“. Und so kommt es am Sonntag (16 Uhr, Am Lieberfeld 13, 44265 Dortmund) in der Halle Wellinghofen nun also zum Treffen mit dem amtierenden Deutschen Meister.

„Großes Vertrauen“

Beim BVB ist man sich seiner Außenseiterrolle in dieser Partie sehr wohl bewusst, kampflos will man Bietigheim das Feld allerdings nicht überlassen, wie sowohl Verantwortliche als auch Spielerinnen betonten. „Ich habe großes Vertrauen in unsere Mannschaft und bin fest davon überzeugt, dass die Mädels mit den Fans im Rücken ihren besten Handball spielen werden. Und keine Frage: Dann ist die Chance, ins Viertelfinale einzuziehen, da“, sagte der 2. Vorsitzende Andreas Bartels am Donnerstag bei der Übergabe der neuen Dienstwagen an die Spielerinnen beim BVB-Partner Ebbinghaus Automobile.

DORTMUND Fünf Spiele ist die Bundesliga-Saison der Handballerinnen von Borussia Dortmund alt. Vor der anstehenden Länderspielpause spricht Trainerin Ildiko Barna über erste Eindrücke, ihre Hoffnungen und Leitwölfe in der Mannschaft.mehr...

Selbstvertrauen dürfte den Schwarzgelben auch das letzte Aufeinandertreffen im Pokal geben: Im Oktober 2015 gewann der BVB in der zweiten Runde mit 26:21 gegen den Titelaspiranten. „Die Partie damals hat gezeigt, dass man auch Bietigheim in einem Spiel schlagen kann“, sagte Barna, die auf ihren kompletten Kader zurückgreifen kann. „Das müssen wir im Kopf behalten.“ Kreisläuferin Anne Müller, die damals mit dabei war, erklärte: „Wir haben nichts zu verlieren und müssen vor allem in der Abwehr aggressiv spielen, bis sie von uns genervt sind.“

Makellose Bilanz

Gleichwohl wissen sie auch in Dortmund, dass Bietigheim sich seit 2015 ein Team aufgebaut hat, das seines Gleichen sucht in Deutschland. Makellos marschierte die SG durch die vergangene Saison, am Ende standen 52:0 Punkte auf dem Tableau – und dennoch gaben sich die Verantwortlichen aus Baden-Württemberg vor dieser Saison mit dem Status quo nicht zufrieden. Die hochkarätig besetzte Meistermannschaft wurde mit fünf Neuzugängen noch einmal verstärkt. Vor allem durch die Verpflichtung der 159-fachen polnischen Nationalspielerin Karolina Kudlacz-Gloc hat Bietigheim noch mehr Durchschlagskraft aus dem ohnehin schon stark besetzten Rückraum um Kim Naidzinavicius.

DORTMUND In Bad Wildungen reicht es für die BVB-Handballerinnen nur zu einem 27:27. Das unnötige Unentschieden beim Tabellenachten hatte so seine Spuren hinterlassen bei den Schwarzgelben.mehr...

Erfolgstrainer Martin Albertsen ließ jedenfalls schon beim traditionellen Medientag vor der Saison keinen Zweifel aufkommen, wie die Ziele für die neue Spielzeit aussehen. „Wir sind eine Gewinner-Mannschaft, wir wollen jedes Spiel gewinnen.“ Seine Spielerinnen haben sich bislang daran gehalten. Nach fünf Bundesliga-Spieltagen steht Bietigheim dort, wo es sich seinem Selbstverständnis nach sieht: auf Tabellenplatz eins mit 10:0 Punkten und im Achtelfinale des DHB-Pokals.

Barna lobt den Gegner

„Das ist eine Wahnsinnstruppe“, lobte auch Ildiko Barna den Gegner. „Aber meiner Mannschaft wird es guttun, mal nicht als Favorit in ein Spiel zu gehen. Vielleicht ist auch das unsere Chance.“

Fünf Dortmunderinnen im WM-Kader
Der Deutsche Handballbund (DHB) hat am Donnerstag seinen erweiterten 28er-Kader für die Heim-Weltmeisterschaft (1. bis 17. Dezember) bekannt gegeben. Von Borussia Dortmund meldete der DHB insgesamt fünf Spielerinnen beim Weltverband IHF. Neben Torhüterin Clara Woltering stehen Svenja Huber, Stella Kramer, Nadja Mansson und Anne Müller im Kader. Der Kreis wird später auf 16 Akteure reduziert. Das erfolgt am Vorabend des Eröffnungsspiels. Im Turnier sind zwei Wechsel aus dem 28er-Kader möglich.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Handball: Weltmeisterschaft

DHB-Frauen stoßen Tor zum Achtelfinale weit auf

LEIPZIG Die deutschen Handballerinnen landen gegen Südkorea einen überzeugenden Erfolg und können langsam mit der K.o.-Runde planen. Ein Duo sticht beim zweiten Vorrundensieg heraus.mehr...

Verletzung schockt DHB-Handballerinnen

Huber: Kim Naidzinavicius wird uns sehr fehlen

Leipzig Die Freude über den 28:15-Auftaktsieg bei der Heim-WM am Freitagabend gegen Kamerun war schnell verflogen. Zu sehr überschattete das WM-Aus von Kim Naidzinavicius auch am Tag danach den sportlichen Erfolg der deutschen Handballerinnen. Die Verletzung, sagte Svenja Huber, sei "ein Riesenschock" gewesen. Im Interview spricht die Dortmunderin über den Ausfall Naidzinavicius', die Stimmung und die weitere Zielsetzung.mehr...

Schock nach erfolgreichem WM-Auftakt

DHB-Frauen siegen 28:15 - Turnier-Aus für Naidzinavicius

Leipzig Die deutschen Handball-Frauen starten mit einem 28:15 (12:7)-Sieg in die Heim-WM. Doch die Freude über das scheinbare Traumergebnis währt nur kurz - denn die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler musste den Erfolg gegen Kamerun teuer bezahlen.mehr...

WM-Kader steht fest

DHB-Auswahl mit drei BVB-Frauen - Kramer auf Abruf

DORTMUND/LEIPZIG Drei BVB-Handballerinnen haben den Sprung in den endgültigen Kader für die Weltmeisterschaft in Deutschland geschafft. Stella Kramer steht auf Abruf, darf sich aber trotzdem Hoffnung auf Einsätze machen.mehr...

Neue Verletzungssorgen beim BVB

Harma van Kreij fehlt der Borussia mehrere Wochen

Dortmund Die Personalsorgen bei den BVB-Handballerinnen werden größer. Nach Mira Emberovics (Spiralbruch im Mittelfinger) fällt nun auch Harma van Kreij bis ins neue Jahr aus. Die Niederländerin verletzte sich im Training am Sprunggelenk. Zudem hat Alina Grijseels Probleme mit Hand.mehr...

BVB-Rechtsaußen im Interview

Kramer: Ich habe seit Monaten dieses Ziel vor Augen

Dortmund Rechtsaußen Stella Kramer von Borussia Dortmund steht im erweiterten WM-Kader. Ob sie im ersten Spiel am Freitag auf der Platte steht? Wir haben mit der 28-Jährigen über ihre Erwartungen gesprochen. mehr...