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10 von 14 Gegentreffern

BVB kassiert viele Tore über die linke Abwehrseite

DORTMUND Der BVB kassiert zu viele Gegentore, und nicht selten kassiert er sie auf erstaunlich leichtfertige Arten. Und sogar nach sich wiederholenden Mustern. Allein 10 der 14 Einschläge in der Bundesliga kamen nach Flanken und Pässen von rechts, also der linken defensiven Seite des BVB, zustande. Die Ursachen für dieses Symptom sind vielschichtig.

BVB kassiert viele Tore über die linke Abwehrseite

Die Zeichnung zeigt: Die meisten Gegentreffer kassierte der BVB nach Angriffen über seine linke Seite.

Individuelle Fehler: Marcel Schmelzer wird sich selbst am wenigsten den Stellungsfehler verzeihen, den er am Samstag beim 0:1 der Frankfurter Eintracht beging. Er stand jedoch nur bei der Hälfte der Gegentore überhaupt auf dem Platz. Joo-Ho Park demonstrierte in Ingolstadt mehrfach, dass er kein bundesligataugliches Format hat. Auch der wackere wie unerfahrene Felix Passlack erlaubte sich einige Schnitzer, die man ihm nachsehen muss. Doch wer gegen den BVB spielt, der ahnt und plant, dass man über diese Seite Gefahr heraufbeschwören kann.

BVB-Boss nach Trainer-Kritik

Watzke: "Tuchel soll eigene Akzente setzen"

DORTMUND Die Wutrede von BVB-Trainer Thomas Tuchel nach der 1:2-Niederlage in Frankfurt hat für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt hat sich Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einem Interview auf der Vereinshomepage erstmals dazu geäußert.mehr...

 

Positionierung: Das liegt sicherlich auch an der vom Trainer vorgegebenen hohen Positionierung. Nicht selten schieben sich die Außenverteidiger von Borussia Dortmund weit vor in die gegnerische Hälfte. Das verursacht großen Druck auf den Gegner, der tief verteidigen muss. Bei eigenen Ballverlusten, die trotz des konstant hohen Ballbesitzes beim BVB zu oft auftauchen, bleibt die Flanke dann verwaist. Chance und Risiko halten sich die Waage, die offensiven Außen bleiben ein riskantes Spiel.

 

Unterstützung: Ex-Abwehrchef Mats Hummels verdrehte immer genervt die Augen, wenn Gegentore alleine den nominellen Abwehrspielern zugeschrieben wurden. Oft verständlich, denn wer kollektiv angreift, wie es die Borussen nicht selten tun, der muss im Umkehrschluss auch kollektiv verteidigen. In den ersten Wochen in seiner neuen sportlichen Heimat fand zum Beispiel Linksaußen Ousmane Dembélé nicht immer rechtzeitig den Rückwärtsgang oder die sichere Ablage – mit entsprechend gravierenden Folgen bei dem hohen Niveau der Bundesliga.

Weigl braucht Unterstützung

Es knirscht in Borussia Dortmunds Zentrale

Dortmund Julian Weigl redete am vergangenen Samstag nicht lange um den heißen Brei herum und nahm eine Teilschuld an der 1:2-Niederlage bei Eintracht Frankfurt auf seine Kappe. „Wir haben zu viele Fehler gemacht, zu viele falsche Entscheidungen getroffen“, erklärte der Sechser, „da kann ich mich als Beispiel nennen.“mehr...

Spielte der BVB mit einer Viererkette, wirkten die linken Innenverteidiger Marc Bartra und Matthias Ginter auch nicht immer stabilisierend auf das Gefüge ein (Bundesliga-Notenschnitt 3,6). Obendrein steht mit dem nicht sonderlich formstarken Julian Weigl nur ein defensiver Mittelfeldspieler zur Verfügung, der dann oft nicht mehr rechtzeitig unterstützend eingreifen kann.

 

System: Dreierkette, Viererkette, ein Sechser, zwei Stürmer – immer wieder änderte Thomas Tuchel das nominelle Grundmuster für die Herangehensweise, die vielen Personalwechsel kommen erschwerend hinzu: Da ist es fast eine logische Konsequenz, dass Abstimmungsfehler auftauchen, Abstände nicht stimmen, Zuständigkeiten ungeklärt sind. So gut ein Training auch sein mag, der finale Schliff erfolgt immer unter Wettbewerbsbedingungen, und da hat sich beim BVB in dieser Saison – auch verletzungsbedingt – noch keine Formation einspielen können.

 

Fazit: In der Defensive ist Borussia Dortmund über seine linke Abwehrseite vergleichsweise leicht zu knacken. Das haben die Gegner längst bemerkt. 49 zugelassene Chancen insgesamt sind nur ein Wert im Mittelfeld der Liga. Der BVB muss seine Problemzonen dringend schließen.

DORTMUND Das hatten sich die Verantwortlichen bei Borussia Dortmund, allen voran Thomas Tuchel, definitiv anders vorgestellt: Legia Warschau war noch mit einem furiosen 8:4 nach Hause geschickt worden - doch dem Kantersieg in der Champions League folgte eine bittere Pleite bei Eintracht Frankfurt. Inklusive eines verbalen Rundumschlags des Dortmunder Trainers. Darüber sprechen wir in der 17. Folge unseres BVB-Podcasts.mehr...

Abstimmen bis zum 6. Dezember

Wir suchen den BVB-Spieler des Jahres 2016

DORTMUND Ein aufregendes Jahr 2016 neigt sich für Borussia Dortmund allmählich dem Ende entgegen, wie in den Vorjahren küren die Ruhr Nachrichten und Radio 91.2 in Zusammenarbeit mit Hauptsponsor Evonik den BVB-Spieler des Jahres. Wir stellen Ihnen hier die fünf nominierten Kandidaten vor. Stimmen Sie bis zum 6. Dezember, 12 Uhr, ab und gewinnen Sie dabei auch noch etwas!mehr...

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