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Fluch oder Segen?

BVB will die Stimmung mit Sieg gegen Bayern kippen

DORTMUND Der BVB empfängt heute Abend (18.30 Uhr) den FC Bayern München und sieht das Spiel als Chance, die schlechte Stimmung der vergangenen Tage zu kippen. Doch wehe, wenn’s schiefgeht.

BVB will die Stimmung mit Sieg gegen Bayern kippen

BVB gegen Bayern ist auch das Duell der Trainer Peter Bosz (l.) und Jupp Heynckes. Foto: imago

Fußball spielt sich zur Hälfte im Kopf ab, heißt es. Das Momentum spiele eine entscheidende Rolle. Wenn’s läuft, dann läuf’s, so lautet das eine Extrem. "Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß" - so hat Weltmeister Andreas Brehme einmal das Gegenteil erklärt.

Das böse Wort mit "K"

Folgt man der Logik des Fußballweisen Brehme, dann sieht es nicht gut aus für Borussia Dortmund vor dem Duell mit Rekordmeister Bayern München. Denn beim BVB klebt gerade eine Menge an den Füßen, was dem bösen Wort mit "S" ziemlich nahekommt.


Drei Spiele in der Bundesliga ohne Sieg, Tabellenführung flöten, dazu der miese Kick in der Champions League gegen Nikosia: Spätestens seit dem 1:1 am Mittwoch macht deshalb ein anderes böses Wort die Runde in Dortmund, eines mit "K", das beim BVB aber niemand in den Mund nehmen will.

Wenn’s läuft, dann läuft’s

Und genau jetzt also tritt der Bayern München im Signal Iduna Park an. Zwar sind Jerome Boateng und Joshua Kimmich äußerst fraglich, doch der Rekordmeister hat seine Krise längst hinter sich, kommt mit sechs Siegen aus sechs Spielen seit der Reaktivierung von "Don Jupp" Heynckes am 9. Oktober. Wenn’s läuft, dann läuft’s - die Bayern durchleben dieser Tage das positive Extrem.

MÜNCHEN Mit dem Spiel in Dortmund endet eine Saisonetappe für den FC Bayern. Der heiße Herbst: zweimal Leipzig, gefolgt vom deutschen Clasico, dazwischen noch Champions League. "Carlo Ancelottis Wochen der Wahrheit" hieß es immer. Die Geschichte ist ganz anders gelaufen. Eine Bestandsaufnahme von Günter Klein.mehr...

Die Frage nach dem Momentum ist also eine rein rhetorische. Trotzdem gibt sich der BVB kämpferisch: "Siege würden uns sicher helfen", sagt Nuri Sahin. "Da kommt das Spiel gegen die Bayern doch perfekt. Da kann man mit einem Spiel sehr viel wieder gerade biegen."

"Vielleicht ist es genau der richtige Moment"

Der Trainer, Peter Bosz, der erstmals in seiner Dortmunder Amtszeit Misserfolg moderieren muss, schlägt in die gleiche Kerbe. "Vielleicht", sagt der Niederländer auf der Pressekonferenz am Freitag, "ist es genau der richtige Moment. Wir können mit einem Spiel das Gefühl wieder drehen. Diese Möglichkeit wollen wir nutzen."

DORTMUND Wenn das Selbstvertrauen im Keller ist, gelingen nicht einmal die einfachsten Dinge - zu sehen beim enttäuschenden Dortmunder Remis in der Champions League gegen Nikosia am Mittwoch. In der 67. Folge des BVB-Podcasts analysieren wir die aktuellen Probleme der Schwarzgelben.mehr...

Wie genau er diese Möglichkeit nutzen will, das lässt Bosz zumindest gegenüber den Journalisten im Presseraum offen. Im Detail würde das zu lange dauern, sagt der 53-Jährige. Nur so viel: "Wir müssen unsere Torchancen reinschießen, den Ball reinhauen."

Bosz wählt den offensiven Ansatz

Seine Mannschaft dürfe nicht zweifeln, sondern sie müsse mutig sein. Er sei absolut überzeugt, dass die Mannschaft seinen Weg und sein System mitgehe. "Wir reden viel miteinander. Ich sage nicht nur, wir machen es so und so. Ich versuche, es zu kommunizieren. Und das klappt gut. Deswegen sage ich, dass wir hundertprozentig miteinander zusammenarbeiten."


Bosz wählt also den mutigen, den offensiven Ansatz. Auch gegen die Bayern. Zumindest sagt er es so. Er nennt die Chancenverwertung als Grund für den Misserfolg, womit er auch nicht falsch liegt. Egal ob Leipzig, Frankfurt, Hannover oder Nikosia, an Chancen hat es dem BVB nie gefehlt. Doch dann sagt Bosz eben auch: "Wir sind die Mannschaft, die in der Bundesliga die meisten Tore geschossen hat." In den vergangenen sieben Spielen in der Liga habe der BVB immer mindestens zwei Tore geschossen, rechnet er vor.

Eher ein Problem der vielen Gegentore

Auch damit liegt Bosz richtig. Und doch stellt man sich in diesem Moment fast unweigerlich die Frage, ob die Krise dann nicht eher ein Problem der vielen Gegentore denn der mangelnden Chancenverwertung ist? Ob ein Spiel gegen Bayern wirklich Segen oder eher Fluch ist? Darüber spricht Bosz nicht.

SO KÖNNTEN SIE SPIELEN:

Dortmund: Bürki - Bartra, Sokratis, Toprak, Schmelzer - Götze, Sahin, Guerreiro - Yarmolenko, Aubameyang, Pulisic

München: Ulreich - Rafinha, Süle, Hummels, Alaba - Javi Martinez, Rudy - Robben, Thiago, Coman - Lewandowski

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