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Der BVB-Kommentar

Charaktertest! Die Mannschaft steht in der Pflicht

DORTMUND Der Trainer ist im Fußball häufig der Dumme. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber sie bestätigt sich eben in schöner Regelmäßigkeit. Peter Bosz erfährt das gerade auf schmerzhafte Weise am eigenen Leib. BVB-Reporter Tobias Jöhren kommentiert.

Charaktertest! Die Mannschaft steht in der Pflicht

Es wird eng für BVB-Trainer Peter Bosz. Foto: dpa

Bei allen diskussionswürdigen Entscheidungen und vielleicht auch Fehlern, die der BVB-Trainer in den vergangenen Wochen getroffen und gemacht hat, so kann der Niederländer einem trotzdem fast leidtun. Vielleicht hätte Bosz mehr taktische Flexibilität zeigen müssen, vielleicht hätte er seinen Spielern einen Plan B mit an die Hand geben müssen- und vielleicht hätte er zwei Tage vor dem Derby auch trainieren lassen müssen. Kann alles sein.

Zweikampfhärte mit dem Fernglassuchen

Aber erklärt das wirklich die Krise, in der sich der BVB seit Wochen befindet? Oder muss nicht langsam mal mehr über die Mannschaft gesprochen werden, über die Spieler, die seit der Länderspielpause Anfang Oktober mehrheitlich wie ausgewechselt wirken?

Revierderby als letzter Trumpf

Das Projekt Bosz steht beim BVB auf der Kippe

DORTMUND Kaum sechs Monate nach seiner Vorstellung kämpft Peter Bosz nach einer von ihm bislang nicht zu stoppenden Talfahrt um seinen Job. Selbst ein Sieg im Revierderby (Samstag, 15.30 Uhr) würde ihm wohl nur mehr Zeit verschaffen.mehr...

Ist es wirklich die Schuld des Trainers, wenn hochdekorierte Profis plötzlich haarsträubende Fehler am Fließband produzieren, wenn der Zuschauer im Stadion die Zweikämpfhärte mit dem Fernglas suchen muss, wenn schlicht und ergreifend die Bereitschaft fehlt, alles, aber auch wirklich alles für den Erfolg in die Waagschale zu werfen?

Es fehlen die Beweis

Die Antwort auf all diese Fragen lautet: Nein, ist es nicht. So viel Eigenmotivation, so viel Professionalität, so viel Selbstständigkeit kann man auch vom modernen und mitunter zu verwöhnten Fußballprofi gerade noch erwarten. Die Grundtugenden des Fußballs darf ein Trainer von seinen Spielern nicht einfordern müssen, er muss sie voraussetzen dürfen.

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Glaubt man den Aussagen von BVB-Kapitän Marcel Schmelzer und Co., dann sehen die Spieler von Borussia Dortmund das im Kern eigentlich auch so. Die Mannschaft stehe hinter Peter Bosz, heißt es immer wieder gebetsmühlenartig. Was fehlt, sind die Beweise.

Zweifel überwiegen

Mittlerweile überwiegen die Zweifel in Dortmund. Die Stimmung der Fans pendelt irgendwo zwischen frustriert und ratlos. Bessert sich diese Gefühlslage durch das Derby nicht schlagartig, dürfte das Urteil über Peter Bosz wohl gefallen sein. Die Mechanismen des Geschäfts, wie es dann wieder irgendwo heißen wird, werden greifen- und Bosz wird nach nicht einmal sechs Monaten seinen Platz auf der BVB-Kommandobrücke räumen müssen.

Verhindern kann das nur noch die Mannschaft selbst, die sich nach Thomas Tuchel größtenteils genauso einen Trainer wie Bosz gewünscht hatte. Eigentlich müssten die Fans heute einen BVB sehen, der um sein Leben rennt.

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