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BVB-Einzelkritik

Kagawa überzeugt erneut - Guerreiro im Leistungsloch

DORTMUND Es war ein für den BVB in dieser Saison typisches Spiel am Ende einer Englischen Woche: Wenig Glanz, viel K(r)ampf. Und doch reichte es gegen den akut abstiegsbedrohten FC Ingolstadt zu einem knappen Sieg. Welche Borussen dabei überzeugten und welche enttäuschten, lesen Sie in der Einzelkritik.

Kagawa überzeugt erneut - Guerreiro im Leistungsloch

Überzeugte auch gegen Ingolstadt: Shinji Kagawa (hinten).

Roman Bürki: In seinem zweiten BVB-Jahr ist der Schweizer zu einem sicheren Rückhalt avanciert - und das bewies er auch gegen den FCI. Gleich zweimal parierte er vor der Pause stark. Nach dem Seitenwechsel allerdings hatte Bürki großes Glück: Er räumte erst Dario Lezcano im Strafraum ab und schnappte sich dann den Ball. Trotzdem blieb der Elfmeterpfiff aus (52.). Eine klare Fehlentscheidung. Note: 2,0

Lukasz Piszczek: Der Pole war in den Vorwochen eine absolute Konstante im BVB-Spiel. Und das, obwohl er auf einer für ihn nach wie vor eher ungewohnten Position eingesetzt wird. Doch auch verlässliche Profis wie Piszczek erwischen mal einen gebrauchten Tag - der Freitag war so einer. Neun Fehlpässe spielte er allein vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel brachte er dann Bürki gegen Lezcano in Bedrängnis (52.). Note: 5,0

Sokratis: Es muss schon einiges passieren, damit der Grieche mal nicht Herr der Lage ist. Etwa, dass ihm ein eigener Mitspieler den Ball aus fünf Metern in den Bauch schießt - so geschehen gegen Ingolstadt, als ihm Matthias Ginters verunglückter Klärversuch die Luft raubte. Ansonsten war Sokratis wieder einmal unverwüstlich - wie seine Quote von mehr als 80 Prozent gewonnener Duelle unterstrich. Note: 2,5

Matthias Ginter: In Berlin und gegen Lotte hatte der Innenverteidiger zuletzt nicht gerade überzeugt, dennoch überließ ihm Thomas Tuchel erneut die Innenverteidigerposition und schickte Marc Bartra auf die Bank. Rechtfertigen konnte der Weltmeister von 2014 diese Entscheidung nur bedingt. Er leistete sich zwar keine groben Patzer, spielte allerdings auch nur Sicherheitspässe. Auch seine Zweikampfquote war nur durchschnittlich. Note: 4,0

Erik Durm: Dortmunds Allzweckwaffe auf dem Flügel gehört zu den Lieblingsspielern von Thomas Tuchel, weil er nie wirklich schlecht spielt. Wirklich gut war er gegen Ingolstadt allerdings auch nicht, dazu leistete er sich viel zu viele technische Ungenauigkeiten. Bei seiner guten Schusschance zielte er zu hoch (29.). Note: 4,0

DORTMUND Manchmal ist Fußball auch unansehnlich und nur harte Arbeit. Borussia Dortmund hat sich im Freitagsspiel mit einem zähen 1:0 (1:0) über einen erstaunlich starken FC Ingolstadt in die Länderspielpause gerettet und blieb dabei im Signal Iduna Park spielerisch vieles alles schuldig. Die rühmliche Ausnahme bildete der Siegtreffer, den Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang erzielte.mehr...

Gonzalo Castro: In Ermangelung eines klassischen Sechsers vom Schlage eines Julian Weigls, der diesmal zunächst auf der Bank saß, übernahm Castro die Abräumarbeiten im defensiven Mittelfeld. Er bemühte sich dabei redlich, konnte der Partie aber nicht seinen Stempel aufdrücken. Note: 3,5

Raphael Guerreiro: In der Hinrunde avancierte der Portugiese zum "Trainerliebling", weil er sofort überall funktionierte, wo er gebraucht wurde. In diesem März allerdings schwächelt er stark, das war auch gegen Ingolstadt nicht zu übersehen. Er gewann nur 20 Prozent seiner Duelle und brachte nichts Konstruktives zustande. Sein viel zu hoch angesetzter Schuss kurz vor dem Pausenpfiff stand sinnbildlich für seinen Auftritt (45.). Nach 56 Minuten war Schluss für ihn. Note: 5,0

Marcel Schmelzer: Der BVB-Kapitän ist niemand, der Torbeteiligungen am Fließband sammelt. Insofern sind es derzeit Festwochen für Schmelzer. Denn gegen den FCI gelang ihm die dritte Torbeteiligung binnen zehn Tagen, als er vor dem 1:0 von Pierre-Emerick Aubameyang den Ball perfekt quer legte (14.). Es blieb nicht seine einzige gute Szene, allerdings die effektivste. Note: 2,5

Christian Pulisic: Der US-Youngster strotzt derzeit vor Selbstvertrauen und ließ sich zuletzt gegen Lotte auch von 45 schwachen Minuten nicht aus dem Tritt bringen. Gegen Ingolstadt allerdings wollte dem Offensivspieler über die gesamte Einsatzdauer so gut wie nichts gelingen. Das wäre nicht weiter schlimm für einen Spieler seines jungen Alters, solange das Bemühen stimmt. Doch vor allem defensiv haperte es ihm am Freitag auch daran. Note: 5,0

Bundesliga, 25. Spieltag: BVB - FC Ingolstadt 04 1:0 (1:0)

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen Borussia Dortmund und dem FC Ingolstadt 04.
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Shinji Kagawa: Der Fanliebling des BVB war lange Zeit außen vor, hat sich zuletzt durch starke Auftritte allerdings zurückgemeldet. Auch gegen den FCI zählte er zu den stärksten Borussen, nicht nur aufgrund seines feinen Passes auf Schmelzer vor dem 1:0 (14.). Note: 2,5

Pierre-Emerick Aubameyang: Wie schlecht es um den FCI bestellt ist, bewies eine Zahl: Als der BVB-Topstürmer in der 14. Minute das 1:0 erzielte, durfte er über sein 23. Saisontor jubeln. Exakt so viele hat auch die gesamte Mannschaft des FCI geschossen. Danach ließ es Aubameyang diesmal ruhiger angehen. Note: 3,0

Julian Weigl (ab 56.): Sollte dem BVB Stabilität im Mittelfeld verleihen, das gelang ihm auch besser als zuvor Guerreiro. Note: 3,0

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